Clenbuterol, das in der Kälbermast zur Anwendung kommt, wird tatsächlich zu einer immer größeren Falle für saubere Athleten und zum Schlupfloch für Doping-Betrüger. "Das ist kein Problem ausschließlich von Mexiko. Es gibt verschiedene andere Länder, in denen es auch eines gibt", erklärte Mario Thevis, Leiter des Zentrums für Präventive Dopingforschung in Köln am Dienstag in einem Gespräch.
Der Fall des deutschen Tischtennis-Nationalspielers Dimitrij Ovtcharov aus dem vergangenen Jahr hat auch China in ein schlechtes Licht in Sachen Clenbuterol gerückt. Er war nach einem Aufenthalt im "Reich der Mitte" positiv auf das Kälbermastmittel kontrolliert worden. Es konnte nachgewiesen werden, dass auch bei Ovtcharov Fleischverzehr der Grund war.
Clenbuterol in Contadors Blut gefunden
Spaniens Rad-Superstar Alberto Contador, der den Verzehr eines Steaks als Grund für seine positive Dopingprobe bei der Tour de France im Vorjahr angegeben hat, ist ein derartiger Nachweis dagegen nicht gelungen. Der dreifache Tour-Sieger muss sich deshalb von 21. bis 24. November vor dem Internationalen Sportgerichtshof verantworten. Contador hofft aber, dass ihm Berichte über Clenbuterol in Lebensmitteln in Europa helfen können: So wurde 2008 über belastete Milch in der Türkei berichtet und 2009 über Clenbuterol-Kontaminationen in der portugiesischen Rinderzucht.
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