Politik ist gefragt

Wer stoppt die Leute, die geschützte Tiere töten?

Politik
26.04.2023 10:00

Die Ausrottung einer Eulenfamilie in Pram im Hausruckviertel mit Schusswaffen ist nur der traurige Höhepunkt jüngerer Fälle von Wilderei von geschützten Tieren, siehe vergiftete Rotmilane, siehe abgeschossener Mäusebussard. Das Landeskriminalamt ermittelt in solchen Fällen und Medien wie die „Krone“ berichten. Aber was passiert auf politischer Ebene dagegen?

Diese wichtige Frage ist nun Thema zweier Landtagsanfragen der Grünen an Artenschutzreferent Manfred Haimbuchner (FPÖ) und Jagdreferentin Michaela Langer-Weninger (ÖVP). Dem grünen Tierschutzsprecher im Landtag, Rudi Hemetsberger, geht es dabei darum, ein Gesamtbild zu erstellen und die notwendigen Schritte abzuleiten: „Wir wollen unter anderem wissen, wie viele illegale Tötungen geschützter Tiere es gegeben hat, welche geschützten Arten besonders betroffen sind und wo es die meisten Fälle gegeben hat. Wir wollen aber auch Informationen zur Aufklärungsrate, wie viele Verurteilungen es gegeben hat und wie viele Jagdkarten entzogen worden sind. Mit diesem Kenntnisstand sind die entsprechenden politischen Schritte zu setzen, um gegen Wilderei noch besser vorgehen zu können.“

Gezielte Tötung ist inakzeptabel
LH-Vize Haimbuchner hat sich bereits zu früheren Attacken auf Rotmilane geäußert: „Die gezielte Tötung streng geschützter Arten, wie des Rotmilans, ist inakzeptabel und zutiefst erschütternd. Die Abteilung Naturschutz und Organisationen wie Birdlife leisten mit ihren Artenschutzprojekten einen unerlässlichen Beitrag zum Naturschutz und zur Erhaltung der Artenvielfalt. Durch solch unethische und feige Taten wird jahrelange Arbeit zunichte gemacht und der gemeinsame Einsatz für eine artenreiche Natur verhöhnt.“

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