Die Steirerin Caroline Pilhatsch ist am Sonntag das letzte Rennen ihrer Karriere geschwommen. Mit der ATUS Graz Trophy war für sie in der Heimatstadt Schluss, ihr eindeutig größter Erfolg war im Dezember 2018 in Hangzhou in China Kurzbahn-WM-Silber über 50 m Rücken. Bei Weltmeisterschaften schnitten aus der OSV-Riege mit Gold nur Markus Rogan und Felix Auböck besser ab. Pilhatsch absolvierte parallel zur Laufbahn die Polizei-Ausbildung und trat da nun den regulären Dienst an.
Der Entschluss, einen Schlussstrich zu ziehen habe sich in letzter Zeit angebahnt, das 50er-Training ließ sich neben dem Beruf nicht mehr zufriedenstellend integrieren. „Es hat sich so entwickelt, dass es nicht nebenbei geht“, sagte die 24-Jährige. Zudem habe sie keine Trainingsgruppe in Graz, von wo sie freilich nicht weg wolle. Ein ständiger Abstecher nach Frankfurt zu ihrem Coach Dirk Lange war kein Thema. Auch lief es zuletzt sportlich nicht immer so gut. „Es war auch viel mit dem Umfeld und den Verbänden, wo ich auch immer Schwierigkeiten hatte, ernst genommen zu werden.“
Olympia kein Thema
Olympia war für Pilhatsch - im Gegensatz zu ihrem Vater Alexander - als Sprint-Spezialistin nie so ein Thema, über diese Distanz wird nur in Kraul olympisch geschwommen. Für Auböck und Simon Bucher hingegen sind nun schon die Spiele 2024 in Paris mehr als präsent, sie haben Limits erbracht. Bucher unterbot bei der ATUS Graz Trophy auch die Norm für die Fukuoka-WM im Juli über 100 m Delfin ebenso wie Bernhard Reitshammer über 50 m und 100 m Brust sowie 100 m Rücken. Über die längere Brust-Distanz blieb Reitshammer in 59,68 nur 0,19 Sek. über der Olympia-Norm.
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