Der parteiinterne Wahlkampf um den Bundesvorsitz bei den Sozialdemokraten hat mittlerweile auch den Süden Österreichs erreicht. Immer mehr Genossen kommen aus der Deckung und bekennen Farbe.
Kaum ist das desaströse Wahlergebnis der Kärntner Sozialdemokraten verdaut, könnte das Rennen um den Bundesvorsitz in der SPÖ bei den Roten im Süden für Kontroversen sorgen. Während viele Sozialdemokraten in Kärnten noch unentschlossen sind, ob sie sich für Pamela Rendi-Wagner, Andreas Babler oder Hans-Peter Doskozil entscheiden sollen, können es einige offenbar kaum erwarten ihre Stimme abzugeben.
Unter ihnen ist auch Andreas Schäfermeier, der Pressesprecher von Landeshauptmann und SPÖ-Chef Peter Kaiser. Für den engen Vertrauten von Kaiser gibt es nur eine Option: Andreas Babler. „Ich unterstütze Babler, weil er der Sozialdemokratie das Rückgrat zurückgibt“, argumentiert Schäfermeier, der diese Empfehlung als Privatperson abgibt und Geschlossenheit in der Sozialdemokratie einfordert.
Schober für Doskozil
SPÖ-Urgestein und Ex-Landtagspräsident Rudolf Schober würde hingegen viel lieber Hans-Peter Doskozil an der Spitze der Bundespartei sehen. „Rendi-Wagner hat für mich gezeigt, dass sie es einfach nicht kann. Babler kenn’ ich persönlich nicht. Er ist bestimmt ein guter Bürgermeister, das war es aber auch schon“, erklärt Schober im Gespräch mit der „Krone“: „Dosko hat auch als Verteidigungsminister gute Arbeit abgeliefert, ebenso wie als Landeshauptmann.“ Schützenhilfe erhält Schober, der sich auf Facebook als Dosko-Fan outet, vom neuen Landtagsabgeordneten Maximilian Rakuscha. In den sozialen Medien fliegen bereits die Fetzen unter den Roten.
Ob auch andere Schwergewichte vor dem offiziellen Start der Mitgliederbefragung klar Stellung beziehen werden, wird sich wohl erst bei den Besuchen der Spitzenkandidaten zeigen. Andreas Babler will am 22. April in Klagenfurt und Villach auf Stimmenfang gehen, Doskozil wird am selben Tag im Viktringer Gemeindezentrum für seine Anliegen die Werbetrommel rühren. Während Babler und Doskozil österreichweit auf Tour gehen, verzichtet Rendi-Wagner offenbar auf einen parteiinternen Wahlkampf.
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