Bizarre Videoaufnahmen

Nach Bluttat: Hier geht der Axtmörder durch Wien

Wien
12.06.2024 21:37

Der Tod einer 22-jährigen Frau in Wien-Floridsdorf, die mit einer Axt erschlagen wurde, sorgt für Entsetzen. Bizarre Aufnahmen zeigen jetzt den mutmaßlichen Mörder, wie er nach der Bluttat mit nacktem Oberkörper, das Beil noch in der Hand, auf die Straße geht.

In einem Video, das krone.at zugespielt wurde (siehe oben), ist zu sehen, wie der Mann auf dem Gehsteig kniet und sich mehrmals bekreuzigt. Mit der Axt schlägt der 26 Jahre alte Rumäne mehrmals auf den Asphalt ein, bevor er sich erhebt und gemächlich die Straße entlanggeht, den Kopf erhoben, das Beil geschultert.

Polizisten waren schnell vor Ort
Kurz darauf randalierte der Mann auf der Straße, schlug mit seiner Waffe auf ein Erdgeschoßfenster ein und beschädigte ein geparktes Fahrzeug. Wenig später waren zwei Polizisten vor Ort – sie hatten sich gerade mit einer Schnellrichterin wegen eines Verkehrsplanquadrates in der Nähe befunden.

Mit der Axt in der Hand ging der Mann die Straße entlang – kurz darauf griff er Polizisten an. (Bild: privat, Krone KREATIV)
Mit der Axt in der Hand ging der Mann die Straße entlang – kurz darauf griff er Polizisten an.

Als der Bewaffnete die Polizisten erblickte, lief er unvermittelt auf die Beamten zu. Mit der Axt schwang der Mann in ihre Richtung. Ein wuchtiger Hieb traf den Zivilstreifenwagen, aus dem die Einsatzkräfte gerade ausgestiegen waren. „Er schlug eine regelrechte Schneise in das Fahrzeug“, sagte Polizeisprecher Markus Dittrich.

Auf Motorhaube gesprungen
Auf einem der aus einem Fenster gefilmten Videos ist zu sehen, wie hinter der Zivilstreife ein Beamter mit gezogener Waffe in Deckung geht und auf ihn zielt. Als der halb nackte Mann auf die Motorhaube des Wagens springt, weicht der Polizist zurück und stürzt zu Boden – dabei dürfte er sich am Kopf verletzt haben. Der Angreifer rennt los, mehrere Schüsse fallen. Da sich für die Polizisten die Situation als lebensbedrohend darstellt, schießt der verletzte Beamte auf den Mann mit der Axt.

Wie viele Schüsse und in welchen Bereich des Körpers abgegeben wurden, ist noch Gegenstand von Ermittlungen. Erste-Hilfe-Maßnahmen wurden sofort eingeleitet. Diese wurden zunächst von einem als Rettungssanitäter ausgebildeten Wega-Beamten begonnen und dann von der Berufsrettung Wien weitergeführt. Der 26-Jährige erlag jedoch noch an Ort und Stelle seinen Verletzungen.

Ermittlungen zum Schusswaffengebrauch werden von der Ermittlungs- und Beschwerdestelle Misshandlungsvorwürfe des Bundesamts zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (BAK EBM) in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Wien geführt. Am Tatort war ein Großaufgebot der Polizei im Einsatz.

Das Landeskriminalamt Wien, Ermittlungsbereich Leib/Leben, hat die Ermittlungen zum Tod der 22-Jährigen übernommen. Ein klares Motiv ist laut Polizei weiterhin nicht bekannt. Der 26-Jährige hatte schon im Vorfeld massive psychische Auffälligkeiten an den Tag gelegt.

Elfter Femizid in diesem Jahr
Der Floridsdorfer Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) zeigte sich am Mittwoch bestürzt über die Bluttat und drückte den Hinterbliebenen sein Mitgefühl aus. „In Floridsdorf sollen alle gut und sicher leben können. Gewalt gegen Frauen hat hier keinen Platz“, sagte Papai. Laut dem Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) handelte es sich um den elften Femizid in diesem Jahr in Österreich.

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