Für erste 25 Sportler

Olympia: IOC-Prüfer erteilen Freigaben für Russen

Sport-Mix
15.06.2024 20:39

Die ersten 25 Sportler aus Russland und Belarus haben von der IOC-Prüfkommission die Starterlaubnis für Olympia in Paris erhalten! Die unter neutraler Flagge zugelassenen Athletinnen und Athleten kommen aus den Sportarten Ringen, Gewichtheben, Straßenradsport und Trampolin-Turnen. Keine Freigabe für die Sommerspiele erteilte das dreiköpfige Prüfgremium des Internationalen Olympischen Komitees den qualifizierten Taekwondo-Kämpfern aus Russland und Belarus, wovon die Österreicherin Marlene Jahl wohl profitiert.

Die Oberösterreicherin hat im März beim Olympia-Qualifikationsturnier in Sofia in der Klasse bis 67 kg im entscheidenden Kampf gegen die Russin Polina Chan eine 0:2-Niederlage bezogen. Den darauffolgenden Kampf um den ersten Nachrücker-Platz gewann sie in Folge.

Jahl wartet auf positive Kunde
Chan ist nun nicht antrittsberechtigt, Jahl wartet auf positive Kunde des Internationalen Verbands. Insgesamt fünf Russen und ein Belarusse hatten die sportliche Startberechtigung für die Taekwondo-Wettbewerbe erworben, keiner aber erfüllte die fixierten Auflagen für die Sportler beider Länder.

Wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, der von Belarus unterstützt wird, hatte es lange Debatten um die Olympia-Teilnahme der Athleten aus diesen Nationen gegeben. Für eine Zulassung dürfen die Athleten keine Verbindung zur Armee und den Sicherheitsorganen und nicht aktiv ihre Unterstützung für den Krieg in der Ukraine gezeigt haben.

Zudem müssen die Anti-Doping-Richtlinien erfüllt sein. Als zusätzliche Auflage fordert das IOC von allen Athleten ein schriftliches Bekenntnis zur Olympischen Charta und damit auch zur „Friedensmission der olympischen Bewegung“.

Russen und Belarussen dürfen nur unter neutraler Flagge in Paris starten. Ihre Nationalhymne wird nicht gespielt, nationale Symbole und Fahnen sind ebenso untersagt. Mannschaften bleiben komplett ausgesperrt.

Wirbel um zweimaligen Olympiasieger Abdulraschid Sadulajew
Für die Prüfung der Zulassungsbedingungen hatte das IOC eine dreiköpfige Kommission unter Leitung von Vizepräsidentin Nicole Hoevertsz eingerichtet. Diese erteilte nun unter anderen zehn russischen Ringerinnen und Ringern die Olympia-Freigabe. Zuletzt hatte es einigen Wirbel um den zweimaligen Olympiasieger Abdulraschid Sadulajew gegeben, der nicht zum europäischen Qualifikationsturnier für die Sommerspiele zugelassen worden war.

Insgesamt erwartete das IOC zuletzt die Zulassung von rund 50 Russen sowie 28 Belarussen für Paris. Damit wären deutlich weniger Sportler aus beiden Ländern dabei als zuletzt bei Sommerspielen. Sollten bei Qualifikationswettbewerben durch Russen oder Belarussen erworbene Startplätze wegen eines Teilnahmeverbots frei bleiben, werden diese an andere Nationen verteilt.

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