Bio-Feldfrüchte, die anderswo nicht schön genug für den Verkauf sind, bekommen bei afreshed eine zweite Chance. Die „Retterboxen“ kann man sich nach Hause bestellen.
Enorme Mengen an Obst und Gemüse werden jährlich in Österreich vernichtet, weil sie nicht der Norm entsprechen. Dabei gehe es meist gar nicht um festgeschriebene Maßstäbe. Doch die Erfahrung zeige: Obst mit Flecken, zu kleine Gurken oder Erdäpfel, die nicht oval sind, bleiben in den Regalen liegen oder werden nicht einmal geerntet.
Die drei jungen Männer aus Linz wollten da nicht länger zusehen und haben vor rund zwei Jahren, gleich nach der Matura, ihr Unternehmen gegründet. Mit einem einfachen Prinzip. Bio-Obst und -Gemüse aus Österreich und Italien, das vernichtet werden würde, wird in „Retterboxen“ gepackt und den Kunden nach Hause zugestellt. Diese können zwischen reinen Obst- oder Gemüse- und gemischten -Kisten wählen.
„Nachhaltigkeit bedeutet für uns, den eigenen Konsum zu überdenken“, so das Gründer-Trio. Dabei gehe es auch darum, Abfall zu vermeiden - im Fall von afreshed also Überproduktion und Ausschussware. Mittlerweile werden rund 3500 Boxen pro Woche durch eigene Zusteller ausgeliefert. Heuer sollen noch die Bundesländer Kärnten, Tirol und Vorarlberg hinzukommen. Enorme 850 Tonnen wurden so seit der Geschäftsgründung vor dem Müll gerettet und sind stattdessen auf heimischen Tellern gelandet.
Auch auf eine angemessene Entlohnung für die mittlerweile 132 Mitarbeitenden wird viel Wert gelegt. Rund 40 Prozent - und damit deutlich mehr als bei Lebensmittelproduktion und -handel sonst üblich - des Verkaufspreises gehe an die Produzenten, weitere 40 Prozent an die Zusteller, rund 20 Prozent verbleiben im Unternehmen. „Gerade das Thema Fairness entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist uns wichtig“, so die drei beeindruckenden Jungunternehmer. Mehr Infos finden Sie hier.











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