100 Winzer starteten die Diskussion um die Zukunft der Branche. Die Aussichten dafür sind vielversprechend. Was es mit dem „Burgenland DAC“ auf sich hat ...
Der traditionelle Weinbautag ging im Martinsschlössl in Donnerskirchen über die Bühne. Vor vollem Haus zog die Fachelite eine durchwegs positive Bilanz und blickte zuversichtlich in die Zukunft.
Ernte in Top-Qualität
Durchschnittlich fiel mit fast 700.000 Hektoliter lediglich die Erntemenge aus. Die Qualität ist hingegen absolut top. Auf höchstem Niveau setzt die neu aufgeflammte Debatte um die Vermarktung an. „Nicht zu viel, nicht zu wenig“, lautet die Bestandsaufnahme.
Von der Strahlkraft der Herkunft und dem guten Image profitieren alle, weil der Wein eine wichtige Säule unseres Tourismus ist und das auch bleiben wird.
Christian Zechmeister, Weintourismus-Geschäftsführer
Keine Sorgen für Weinwirtschaft
Im Konkreten heißt das, auf dem Markt herrschen gute Rahmenbedingungen – die Weinwirtschaft muss nicht fürchten, aufgrund von einem Überangebot oder Engpässen finanziell unter Druck zu geraten. Mit diesen Fakten als Basis hat unter den 100 anwesenden Winzern ein Diskussionsprozess begonnen, der noch weite Kreise ziehen wird.
Das Burgenland soll als Überbegriff für ausgezeichnete Weine noch mehr zur Geltung kommen. „Die Rede ist von DAC, also dem gesetzlichen Kürzel für besonders gebietstypische österreichische Qualitätsweine, in einem größeren Ausmaß, welches das ganze Burgenland betrifft“, erklärt Andreas Liegenfeld, Präsident des Weinbauverbandes.
Typische Weine
Angedacht ist bei diesem übergeordneten „Burgenland DAC“ eine Art Herkunftspyramide mit typischen pannonischen Trinkweinen als Grundfeste, ortsbezogenen Weinen wie Leithaberg DAC im Mittelbau und speziellen Kostproben aus besonderen Rieden an der Spitze.
Beim Wein ist aus Sicht der Landwirtschaftskammer die Stärkung des Herkunftsgedankens nur zu begrüßen. International ist die Debatte schon länger im Gang.
Werner Falb-Meixner, Landwirtschaftskammer-Vizepräsident
Prost!
„Auf dem internationalen Weinmarkt wird diese Form der Präsentation schon länger debattiert“, sagt Liegenfeld. Am Rande der Fachtagung gratulierte er gemeinsam mit Georg Schweitzer, Geschäftsführer der Wein Burgenland, und Weinkönigin Susanne Riepl der Organisatorin Verena Klöckl mit einem Gläschen zum Geburtstag.
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