Sie hatten erfolgreich die Fährte aufgenommen und hunderte Meter weit verfolgt, doch dann verloren auch die besten Spürhunde die Spur eines Vermissten in Linz. Er war ihnen offenbar mit der Straßenbahn davongefahren. Am Ende ging aber alles gut aus.
Ein 56-jähriger türkischer Staatsangehöriger aus Enns war am Freitag zu Mittag vom MedCampus III, dem ehemaligen AKH Linz, verschwunden, wo er ambulant behandelt werden sollte.
Aufruf via Social Media
Die Nichte, die sich um den Onkel sorgte, suchte via Meldungen über soziale Netzwerke nach ihm. Und tatsächlich meldete sich um 21.35 Uhr jemand, der den Vermissten im Bereich Karl-Steiger-Straße gesehen hatte. An der darauffolgenden Suchaktion beteiligten sich mehrere Polizeistreifen und Diensthundeführer. Es waren zudem mehrere Hundestaffeln (Rescue-Dogs) eingesetzt, wobei sieben Hundeführer mit insgesamt zehn Hunden an der Suchaktion teilnahmen.
Die Nichte stellten den Helfern getragene Kleidungsstücken des Vermissten zur Verfügung und so nahmen die Hunde die Fährte auf, die sie bis zur Straßenbahnhaltestelle beim Einkaufszentrum Auwiesen verfolgen konnten. Dort verlor sie sich, vermutlich war der Gesuchte in eine Bim eingestiegen, und damit hatten die Schnüffler auf vier Pfoten keine Chance mehr, die Spur zu verfolgen. Um 0.30 Uhr wurde die Suche durch die Polizei beendet. Die Hundestaffel suchte die weiteren Straßenbahnhaltestellen ab.
Doch schließlich war es das gute Auge eines Polizisten, das den Erfolg brachte: Der Abgängige konnte schließlich von Beamten der Polizeiinspektion Hörsching in Leonding in einer Haltestelle aufgefunden und wohlauf an seine Nichte übergeben werden.
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