Hat Jury überzeugt

Verena Roßbacher gewann Österreichischen Buchpreis

Medien
21.11.2022 21:26
Porträt von krone.at
Von krone.at

Für „Mon Chéri und unsere demolierten Seelen“ hat die 1979 in Bludenz geborene und in Berlin lebende Autorin Verena Roßbacher heuer die Jury überzeugen konnen. Denn die Berlinerin gewann den Österreichischen Buchpreis. Die heuer zum siebenten Mal vergebene Auszeichnung ist mit 20.000 Euro dotiert.

Im Finale leer ausgegangen sind Helena Adler („Fretten“), Anna Kim („Geschichte eines Kindes“), Robert Menasse („Die Erweiterung“) und Reinhard Kaiser-Mühlecker („Wilderer“). Sie hatten es mit ihren Büchern auf die Shortlist geschafft und erhalten dafür immerhin 2500 Euro. Für Roßbacher war es heuer bereits die zweite Auszeichnung. Erst im September hatte sie den Bodensee-Literaturpreis der Stadt Überlingen gewonnen.

„Lustige Frauen sind einfach unwiderstehlich“
„,Mon Chéri und unsere demolierten Seelen‘ erzählt eine Geschichte vom Loslassen. Zwischendrin gibt es Slapstick vom Feinsten. Lustige Frauen, das lernen wir mit Verena Roßbacher, sind einfach unwiderstehlich!“, urteilte die österreichische Buchpreis-Jury. Mit ihrer Heldin Charly Benz habe sie „nicht nur eine Figur geschaffen, die man nie mehr vergisst“. Sie gestehe ihr auch eine geradezu unglaubliche Persönlichkeitsentwicklung zu, hieß es weiter.

Der mit 10.000 Euro dotierte Debütpreis ging heuer an die 1991 in Hamburg geborene Sprachkunst-Studentin an der Wiener Universität für Angewandte Kunst Lena-Marie Biertimpel, die den Preis für ihren Roman „Luftpolster“ bekommt. „Vom Suizidversuch der Schwester aus der Bahn geworfen, begibt sich ,Peach‘, die Ich-Erzählerin, freiwillig in die Psychiatrie“, beschrieb die Jury das Buch und lobte es als „eindringliches Debüt, wuchtig und zärtlich zugleich.“

Wer in der Jury sitzt
Der Österreichische Buchpreis wird vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und der Arbeiterkammer Wien ausgerichtet. Die Jury bestand heuer aus dem Buchhändler Bernhard Bastien, dem Literaturwissenschaftler Günther Stocker, den Journalistinnen Edith-Ulla Gasser und Katharina Teutsch sowie dem Journalisten Stefan Gmünder.

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