Alpinmesse Innsbruck

Bergsport setzt auf Naturfasern und Nachhaltigkeit

Bergkrone
13.11.2022 10:23

Nach zweijähriger Corona-Pause traf sich Österreichs Bergsport-Szene wieder auf der Alpinmesse Innsbruck, wo neben Produkttrends auch tolle Vorträge und das Alpinforum begeisterten. Die Alpinmesse wurden 2022 erstmals von der Congress Messe Innsbruck zusammen mit dem Kuratorium für alpine Sicherheit organisiert.

„Die Alpinmesse Innsbruck ist großartig, und es ist wichtig, dass wir dieses Angebot in Österreich haben“, freut sich Andreas Ried von Koch alpin, der in Innsbruck neben den neuesten Schneeschuh-Modellen von Tubbs und Atlas auch die beliebten Contour-Skitourenfelle präsentiert.


„Skitouren sind ein sanfter Wintersport, deshalb beschäftigen wir uns viel mit dem Thema Kreislaufwirtschaft, aber auch mit der Vermeidung von Microplastik, das bei einigen Fellen durch Abrieb in den Schnee kommen kann“, so Ried. Alte Contour-Felle werden etwa zu Gürteln oder Patschen weiterverarbeitet.

Was beim Gang durch die Messehallen auffällt: Dass die Innovationskraft in der Bergsportbranche nachgelassen hat. „Früher lag diese bei 80 Prozent, jetzt sind es 20 bis 30“, so ein Bergsport-Insider zur „Bergkrone“, der dafür die Corona-Pandemie und Produktionsengpässe verantwortlich macht.

„Es geht nicht mehr darum, jedes Jahr neue Produkte zu präsentieren, welche die Alten ablösen, die schlussendlich weggeworfen werden. Unsere Innovation ist es, dass wir die Produkte verbessern, haltbarer und stabiler machen“, sagt Tom Recheis von Mammut Austria. Auf die Spitze treibt das Thema Umweltschutz die kleine deutsche Skimarke Gemsjaeger, die einen recycelbaren Tourenski komplett aus Holz präsentiert; nur die Kante ist aus Stahl und verschraubt.

Auch der oberösterreichische Skihersteller Fischer zeigt mit seinen neuen Skiern, dass man energiesparend und nachhaltig arbeiten kann. „Trotz des Angriffskriegs läuft die Produktion in der Ukraine, und wir unterstützen unsere Kollegen vor Ort, obwohl einige an die Front mussten, um ihre Heimat zu verteidigen", so Christian Wimmer von Fischer Ski.

Begeistert zeigten sich Besucher erneut vom Alpinforum, das vom Kuratorium für Alpine Sicherheit organisiert wird: Neben Diskussionen über Pistentouren, Gletscherschwund und Lawinen gibt es auch zahlreiche Workshops, die von Alpinmedizin über Klettertechniken bis hin zu Hochtouren reichen.

Die größte Bergsportmesse Österreichs ist immer einen Besuch wert, denn hier hat man nicht nur die Chance sich über die Bergrettung und alle anderen Einsatzorganisationen zu informieren sondern man kann auch mit Bergführern zu plaudern, über Nachwuchskletterer beim Bouldern zu staunen oder sich für Bergreisen inspirieren zu lassen, wenn etwa Hannes Gröbner von Clearskies von fernen Abenteuern erzählt.

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