Angst vor Atombombe
Bericht: Geheimgespräche zwischen USA und Russen
Während die ukrainische Regierung sich weigert, mit Moskau über ein mögliches Ende des Krieges zu verhandeln, führt die US-Regierung offenbar seit geraumer Zeit Gespräche mit hochrangigen Vertretern des Kreml. Einem Medienbericht zufolge traf nämlich der Nationale Sicherheitsberater von Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, sowohl Kremlberater Juri Uschakow als auch den Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Nikolai Patruschew, in den vergangenen Wochen. Dem Vernehmen nach ging es vor allem um Nuklearwaffen.
Russlands Präsident Wladimir Putin hatte zuletzt in seinem festgefahrenen Eroberungsfeldzug gegen die Ukraine wiederholt mit dem Einsatz von Kernwaffen gedroht. Man werde alle zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen - notfalls auch taktische Nuklearwaffen. Gleichzeitig warnte der Kreml, dass die Ukraine den Einsatz einer „schmutzigen Bombe“ vorbereite. In diesem Zusammenhang wurde sogar der UN-Sicherheitsrat zu einer Sitzung zusammengetrommelt. Kiew dementierte vehement. Eine Prüfung durch die Internationale Atomenergieorganistion hat keine Anhaltspunkte für solche Pläne der ukrainischen Armee gefunden, wie es in der Vorwoche hieß.
Dass Russland im Ukraine-Krieg seine Atomwaffen einsetzen könnte, wird von Experten nicht ausgeschlossen. Denn laut Angaben Putins werde Russland von allen „zur Verfügung stehenden Waffensystemen Gebrauch machen“, um die vier annektierten Gebiete Luhansk, Cherson, Saporischschja und Donezk zu verteidigen. Das Areal steht laut Angaben von Kremlsprecher Dmitri Peskow von nun an unter dem atomaren Schutzschirm Russlands.
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Weißes Haus: „Leute behaupten viele Dinge“
Vor dieser nuklearen Drohkulisse sollen laut dem „Wall Street Journal“ die Gespräche zwischen den USA und Russland geführt worden sein. Höchste Priorität habe die Abwendung einer weiteren Eskalation gehabt. Die offizielle Stellungnahme des Weißen Hauses dazu war äußerst knapp: „Die Leute behaupten viele Dinge.“ Das „Wall Street Journal“ bezog sich auf US- und NATO-Kreise. Der Kreml lehnte es am Montag ab, den US-Bericht zu kommentieren. Sprecher Dmitri Peskow betonte lediglich, man sei offen für Gespräche. Die traditionellen diplomatischen Kontakte zwischen Moskau und Washington sind seit Kriegsausbruch in der Ukraine erheblich reduziert worden.














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