Attacke auf Gemälde

Vier Italienerinnen drohen jetzt fünf Jahre Haft

Ausland
05.11.2022 14:41

In Italien sind vier junge Frauen festgenommen worden, die das Gemälde „Der Sämann“ von Vincent Van Gogh mit Erbsensuppe attackiert hatten. Ihnen drohen bis zu fünf Jahre Haft, sollte Flüssigkeit in das Bild eingedrungen sein.

Die vier Frauen im Alter von etwa 20 Jahren hatten am Freitag Eintrittskarten für die Van Gogh-Ausstellung im Palazzo Bonaparte in Rom gekauft. Dort bewarfen sie dann das Gemälde „Der Sämann“ mit Erbsensuppe. Wo sie die Dosen versteckt hatten, ist noch unklar.

Die jungen Frauen wurden mittlerweile angezeigt. Selbiges gilt für eine Fotografin, die die Attacke gefilmt hatte. Laut italienischen Medien war das Kunstwerk hinter Glas ausgestellt und blieb unbeschädigt. Sollte jedoch Flüssigkeit in das Gemälde eingedrungen sein, drohen den Klimaaktivistinnen bis zu fünf Jahre Haft.

Die Aktivistinnen gehören der Gruppe „Letzte Generation an“, die sich in Rom zum Beispiel auf eine Straßenumfahrung gelegt und den Verkehr auf diese Weise stundenlang blockiert hatte. Die Gruppe ist unter anderem auch in Wien aktiv. Ihre Attacke auf das Van-Gogh-Gemälde in Rom reiht sich in eine Serie von Aktionen gegen berühmte Kunstwerke ein.

Meloni: „Reiner Vandalismus“
Während die Aktivistengruppe von einem „verzweifelten und wissenschaftlich begründeten Aufschrei“, sprach und weitere, „gewaltfreie direkte Aktionen“ ankündigte, hagelte es von Italiens Premierministerin Kritik. Giorgia Meloni bezeichnete den Angriff als „reinen Vandalismus, der nichts mit Umweltschutz zu tun hat.“ Auf diese Weise würde kein Ideal verteidigt werden, man beschädige es nur.

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