300 Flugausfälle

Großer Streik der Lufthansa-Piloten hat begonnen

Ausland
12.03.2026 11:18
Porträt von krone.at
Von krone.at

Beim AUA-Mutterkonzern Lufthansa hat am Donnerstag in der Früh ein zweitägiger Pilotenstreik begonnen. Flugausfälle sind vor allem an den Drehkreuzen München und Frankfurt zu erwarten. Am Flughafen Wien fällt ein Lufthansa-Flug am Abend aus.

Das Unternehmen hat aber zugesichert, dass an beiden Streiktagen mindestens die Hälfte der geplanten Flüge stattfindet. Auf der Langstrecke könnten sogar 60 Prozent der Flüge starten.

300 Flugausfälle pro Tag
Zuvor hatte bereits streikende Gewerkschaft Vereinigung Cockpit eingeräumt, dass der Streik dieses Mal kleiner ausfällt als bei der ersten Welle vor einem Monat. Bei der ersten Streikwelle am 12. Februar waren rund 800 Flüge und damit mehr als das Doppelte ausgefallen. Gewerkschaftschef Andreas Pinheiro erwartet aktuell rund 300 Flugausfälle pro Tag.

Lufthansa will nach eigener Ankündigung größere Flugzeuge einsetzen, Lufthansa-Flüge von nicht ...
Lufthansa will nach eigener Ankündigung größere Flugzeuge einsetzen, Lufthansa-Flüge von nicht bestreikten Konzernairlines erledigen lassen und freiwillige Crews einsetzen. Die Austrian Airlines (AUA) fliegt ebenfalls mit einer größeren Maschine.(Bild: AP/Michael Probst)

Flüge ins Krisengebiet nicht bestreikt
Derzeit ist von einer Streichung am Flughafen Wien nur ein Lufthansa-Flug von und nach Frankfurt am Donnerstagabend betroffen. Von Ausfällen betroffene Gäste werden aktiv per E-Mail benachrichtigt. Gäste, die nicht kontaktiert werden, könnten vorerst davon ausgehen, dass ihr Flug nicht betroffen ist. Flüge ins Krisengebiet Nahost sollen nicht bestreikt werden.

Streit um Renten und Gehalt
Die Gründe für die zweite Streikwelle

Die Gewerkschaft hat die mehr als 5000 Piloten der Flugbetriebe Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa Cityline zu einem 48-Stunden-Streik aufgerufen, der um Mitternacht beginnen sollte. Während es bei der Regionaltochter Cityline um eine Anhebung der Gehälter geht, streiten die Tarifpartner bei der Cargo und der Kerngesellschaft um höhere Betriebsrenten. Lufthansas Personalvorstand Michael Niggemann hat den neuerlichen Streik als unnötige Eskalation verurteilt. 

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