Der Chlorgasaustritt in einer Therme in Fügen im Tiroler Zillertal sorgt weiter für Aufregung. In sozialen Medien erheben User schwere Vorwürfe, dass etwa die Evakuierung komplett schiefgelaufen sei, Kunden vor dem Verlassen der Freizeiteinrichtung noch abkassiert worden seien und sich dadurch lange Warteschlangen ergeben hätten. Die Geschäftsführung weist diese Vorwürfe nun entschieden zurück.
Auf der Facebook-Seite der Therme kommentierten einige User, dass die Evakuierung nur langsam vonstattengegangen sei. Sie hätten in einer Schlange warten müssen, um durch die Drehkreuze ins Freie gelangen zu können. Mitarbeiter an den Kassen hätten darauf bestanden, noch abzukassieren und die Armbänder einzusammeln.
„Keine Gefahr in Innenräumen“
Die Geschäftsführung der Therme weist die Vorwürfe auf ihrer Webseite zurück. Der Stau an den Kassen habe sich gebildet, weil einige Gäste ihren Eintrittspreis zurückverlangt hätten. „Davon waren leider auch Personen betroffen, die die Therme ohne Rückverlangen des Eintrittspreises verlassen wollten“, heißt es.
Uns ist wichtig zu betonen, dass im Innenbereich zu keiner Zeit eine Gefahr für Gäste bestand, da sich die erhöhten Chlorgas-Werte auf den Außenbereich konzentrierten.
Die Thermen-Geschäftsführung
„Notausgänge jederzeit frei“
Man habe gemäß geltender Pläne gehandelt und zur Räumung Durchsagen gemacht. Zudem habe man regelmäßig in den Innenräumen Messungen durchgeführt, denen zufolge nie Gefahr für die Gesundheit bestanden habe. „Während der Räumung der Therme waren die gesamten gekennzeichneten Notausgänge jederzeit frei und wurden auch von zahlreichen Leuten benutzt“, so die Geschäftsführung weiter.
„Viele erkannten die Gefahr nicht“
Verschiedene Facebook-Nutzer schildern, dass im Eingangsbereich Gäste zusammengebrochen seien. Dort hätte gar keine Gefährdung durch Gas bestanden, beteuern die Betreiber.
Aus einem Bericht der Feuerwehr Fügen geht hervor, dass „mitunter auch eine große Anzahl der Badegäste die Gefahr der Situation nicht erkannte und auch auf wiederholtes Drängen unsererseits noch beispielsweise die Haare föhnte“. Nach dem Vorfall mussten sieben Personen ins Krankenhaus gebracht werden.
Der Betrieb werde den Vorfall zum Anlass nehmen, „das Vorgehen in solchen seltenen Fällen zu optimieren und unsere Mitarbeiter dahingehend noch mehr zu sensibilisieren.“








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