Auch wenn es die fehlenden Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus vermuten lassen: Die Pandemie geht vorerst nicht ihrem Ende zu. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall, wie der Blick auf Abwasserdaten und in die Spitäler zeigt.
Wie viele Neuinfektionen genau es täglich in Österreich gibt, lässt sich längst nicht mehr feststellen - und damit auch keine verlässliche Infektionskurve mehr abbilden. Regelmäßig und vor allem flächendeckend getestet wird kaum bis gar nicht mehr. Und dennoch wurden allein für den Montag, wie berichtet, Neuinfektionszahlen im fünfstelligen Bereich verzeichnet.
Fallzahlen steigen in allen Altersgruppen „substanziell“ an
Wie hoch die Dunkelziffer ist, lässt sich nur erahnen. Aus diesem Grund wird auch seitens des Prognosekonsortiums schon seit geraumer Zeit keine Voraussage mehr zur Neuinfektionszahl und zur Inzidenz getroffen. Die braucht es auch im Grunde nicht: Wie sich die Ausbreitung des Coronavirus entwickelt, lässt sich ebenso anhand anderer Daten ablesen, etwa an den Abwasserdaten und vor allem an der Bettenbelegung. Und zu bemerken ist, dass die Fallzahlen in allen Altersgruppen „substanziell“ ansteigen, wie das Konsortium erklärte.
„Diese Entwicklung entspricht der erwarteten Beschleunigung des Infektionsgeschehens durch saisonale Einflüsse (ein vergleichsweise kühler September) und höhere Kontakthäufigkeiten in Schule und Arbeitsplatz seit dem Ende der Urlaubszeit.“ Auch fehlende mildernde Maßnahmen wie Schultests und Quarantänepflicht würden zu der Dynamik beitragen. Dass sich dieser Trend auch in den nächsten Wochen weiter fortsetzt, steht wohl nahezu fest. Und das bedeutet auch, dass sich die Lage in den Spitälern weiter verschärfen wird.
Auslastung in Spitälern steigt weiter
Demnach werden für den letzten Prognosetag, den 12. Oktober, 1200 bis 1963 belegte Betten durch Corona-Patienten auf Normalstationen erwartet. Der untere Wert wurde allerdings bereits überschritten - laut den Zahlen vom Dienstag befanden sich 1291 Patienten in den Spitälern. Auch die Zahl der Intensivpatienten könnte die 100er-Marke bis zum 12. Oktober wieder überschreiten - bis zu 120 Intensivpatienten werden prognostiziert. Aktuell befinden sich 75 Menschen aufgrund einer Corona-Infektion in intensivmedizinischer Behandlung.









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