Laute Schussgeräusche in einem Wald haben am Dienstagabend einen Jäger und seine Frau misstrauisch gemacht. Als sie herausfanden, dass zu dieser Zeit aber kein Jäger unterwegs war, alarmierten sie sofort die Polizei. Im Zuge der Ermittlungen stießen die Beamten schließlich auf ein ganzes illegales Waffenarsenal ...
Der Weidmann hatte im Wald bei Eberndorf ein Auto entdeckt, das aber gleich wieder weiterfuhr. Das teilte er auch der Polizeistreife bei deren Eintreffen mit, die sofort eine Fahndung auslöste. Daran beteiligt waren die SIG und das EKO Cobra.
„Mit den Erkenntnissen konnte dann bald auch die Identität des Fahrzeughalters festgestellt werden“, bestätigt Waltraud Dullnig von der Landespolizeidirektion Kärnten. „Der 21-jährige Niederösterreicher wurde bald ausgeforscht und sein Selbstladegewehr konnte sichergestellt werden.“
Schützen hatten sich im Web kennengelernt
Bei der Vernehmung gab der junge Niederösterreicher an, dass ein zweiter beteiligter Mann ein 23-jähriger Klagenfurter sei. „Die beiden hatten sich im Internet kennengelernt und hatten ausgemacht, im Wald ihre Waffen auszuprobieren“, heißt es seitens der Polizei weiter. „Sie schossen dann auf Aludosen und Kürbisse.“ Zurück in Klagenfurt gab der Niederösterreicher seine Waffen dem Klagenfurter und fuhr weiter.
Der Klagenfurter konnte dann auch schnell ausgeforscht werden - in der Wohnung seiner Mutter wurden die Beamten fündig. „Er gab auch zu, dass er bei den Schießübungen dabei war“, so die Polizei. „Bei der Nachschau fanden wir zwei Langwaffen, einige Gewehrlaufrohlinge, Griffstücke für Pistolen und Munition.“ Die restlichen Waffen seien aber beim Niederösterreicher im Keller, gab der Klagenfurter an.
Dullnig: „Mit Polizeihunden fanden wir in einem Lichtschacht in der Tiefgarage ein ganzes Waffenarsenal.“ Eine Vielzahl verbotener Waffen, Munition, Kriegsmaterial, Pistolen, Schalldämpfer und Rauchgranaten waren dort gelagert. Beide Verdächtigen wurden angezeigt, zudem wurde ein Waffenverbot ausgesprochen.








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