Gleich vier Vorarlberger waren mit großen Erwartungen in die Qualifikation für den Skicross-Weltcup in der Silvretta Montafon gestartet. Beim Rennen am Donnerstag wird aber kein einziger Local Hero mit dabei sein. Die rot-weiß-roten Fahnen müssen nun zwei Salzburger, ein Niederösterreicher sowie eine Oberösterreicherin hochhalten.
„Ich bin aus dem Start raus und hatte auf einmal ein völliges Blackout, wusste nicht mehr, was für Elemente kommen“, erklärt die Harderin Sonja Gigler, warum sie schon bei der ersten Zwischenzeit nach nur 16 Fahrsekunden 1,5 Sekunden hinter Olympiasiegerin Daniela Maier ganz am Ende des Feldes lag. Bis ins Ziel holte die 24-Jährige noch einen Platz auf – als 24. fehlten ihr schlussendlich aber 1,81 Sekunden zu einem Platz im 16er-Finalfeld.
Lussnig mit „Chaos“-Lauf
Um gar nichts besser lief es für die Ländle-Herren. „Das war absolut nicht das, was ich mir für mein Heimrennen hier im Montafon vorgestellt habe“, sagte der Oberländer Nicolas Lussnig, nachdem er mit 3,52 Sekunden Rückstand auf den kanadischen Qualisieger Reece Howden nicht über Rang 44 hinauskam und die Quali fürs 32er-Finalraster um 1,48 Sekunden verfehlte. „Es war bei mir vom Start bis ins Ziel Chaos, ein Fehler hat den nächsten gejagt. Eine ganz schlechte Performance.“
Knie erneut beleidigt
Kaum besser lief es beim Klostertaler Claudio Andreatta, der 0,34 Sekunden vor dem Olympia-11. Lussnig auf Rang 43 landete. „Die Enttäuschung ist riesig“, gestand der 25-Jährige. „Nachdem mir im oberen Teil der Ski weggerutscht ist, habe ich voll riskiert. Beim unteren Dragonback bin ich dann auch noch voll hineingesprungen.“ Die Folge: Das seit dem Weltcup in Kopaonik (Ser) ohnehin schon beleidigte rechte Knie machte sich erneut bemerkbar.
Gute Leistung beim Debüt
Ein Lichtblick aus Ländle-Sicht war Leonie Lussnigs erster Weltcupauftritt. Zwar verpasste auch die 20-Jährige als 21. die Quali für die Final-Heats – im Ziel lag sie aber nur 0,35 Sekunden hinter ihrer erfahrenen ÖSV-Teamkollegin Katrin Ofner und zu Rang 16 fehlten nur 74 Hundertstel. „Ich bin happy mit meiner Performance, auch wenn ich am Start ein paar Fehler eingebaut habe“, analysierte die junge Klauserin.
Vier Österreicher am Donnerstag dabei
Damit gehen die Finalläufe (ab 13.20) am Donnerstag ohne Vorarlberger über die Bühne. Mit Christina Födermayr (OÖ), den Salzburgern Adam Kappacher und Christoph Danksagmüller sowie Johannes Aujesky (NÖ) sind aber zumindest vier andere ÖSV-Asse dabei.
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