Der ÖGB ruft am Samstag unter dem Motto „Preise runter“ zu Aufmärschen im ganzen Land auf - doch bei den Kosten dafür gibt es keinen Deckel: 737.000 Euro sind veranschlagt.
Weil man „den Rechten nicht die Straße überlassen will“, startet der ÖGB mit einer österreichweiten Groß-Demo in den heißen Herbst. Die Gewerkschaft will kurz vor dem Start der Lohnverhandlungen kommenden Montag mit der Metaller-Runde dieses Wochenende noch Muskeln im Kampf gegen die Teuerung zeigen.
„Preise runter. Es reicht!“
Unter dem Motto „Preise runter. Es reicht!“ wird am Samstag ab 14 Uhr zu Protesten in acht Landeshauptstädten und im steirischen Bruck an der Mur aufgerufen. Konzerne würden Rekordgewinne bei Energie, Sprit und Lebensmitteln einstreifen. „Die Rechnung zahlen wir alle, und wenn jetzt nichts geschieht, dann ist das erst der Anfang der Teuerungswelle. Darum sagen wir jetzt STOPP! Die Politik muss endlich handeln und kann nicht mehr tatenlos zusehen, wie unser Leben unleistbar wird“, so der markige Aufruf.
Eine der „Krone“ zugespielte, im ÖGB-Vorstand genehmigte Kostenaufstellung könnte aber schon im Vorfeld für gehörigen Wirbel sorgen. Denn die sieben bei dem Beschluss aufgelisteten Positionen kosten gehörige Mitgliedsbeiträge.
Kein Kostendeckel bei den Protesten gegen Teuerung
Was so ins Geld geht? Der größte Brocken ist für Bühne und Technik eingeplant. Allein dafür sind 320.000 Euro veranschlagt. Knapp dahinter die Bewerbung mit 235.000 Euro. Dann sind unter anderem 90.000 Euro für Materialien und 70.000 Euro für Anreise bzw. Transport kalkuliert. Hinzu kommen Sicherheit und Demobegleitung mit 12.000 Euro. Die Verpflegung macht 10.000 Euro aus. Der kleinste Kostenfaktor ist die Verwaltung samt Bescheiden mit 350 Euro.
Alles zusammengerechnet, kommt man auf den stolzen Betrag von exakt 737.350 Euro für die Aufmärsche. Hohe Kosten also für einen Protest gegen die Teuerung. Quasi eine Luxusdemo ohne Preisdeckel ...









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