Der künftige McLaren-Pilot Oscar Piastri hat die Farce mit Alpine als „verwirrend und ärgerlich“ bezeichnet. Der Australier war in einer Sommer-Posse vom französischen Formel-1-Rennstall als Stammpilot für das nächste Jahr bekanntgegeben worden. Piastri widersprach dieser Darstellung aber umgehend, weil er längst eine Abmachung mit McLaren hatte. Jetzt stellt er die Causa auch als „bizarr und verstörend“.
„Dass dies fälschlich verkündet wurde, war etwas, das mein Management und ich richtigstellen mussten, und es gab auch mögliche rechtliche Konsequenzen, wenn wir die Ankündigung nicht dementiert hätten“, erläuterte Piastri am Samstag. Alpine war von Fernando Alonsos Ankündigung überrascht worden, ab kommender Saison Sebastian Vettel bei Aston Martin zu ersetzen. Daraufhin gaben sie Piastri als neuen Stammfahrer bekannt, obwohl der 21-Jährige und sein Management Alpine nach eigenen Angaben schon zweimal erklärt hatten, 2023 nicht für sie zu fahren.
„Verstörende Episode“
Alpine-Teamchef Otmar Szafnauer informierte Piastri über die Verkündung, als der junge Rennfahrer im Simulator saß. Piastri habe dabei „gelächelt“ und sei „dankbar“ gewesen, erzählte Szafnauer. „Das war eine bizarre und offen gesagt verstörende Episode. Es geschah öffentlich vor einigen Teammitgliedern, die nichts von der Situation wussten, und ich wollte vor ihnen keine Szene machen. Als wir unter vier Augen waren, erklärte ich Otmar unsere Position und das, was ihm zuvor schon mehrfach gesagt worden war“, erläuterte Piastri.
Piastri, nacheinander Champion in der Formel 3 und Formel 2, ist kurioserweise in dieser Saison sowohl Ersatzfahrer bei Alpine als auch McLaren. Die Schiedsstelle für Vertragsdispute im Motorsport hatte seinen Streitfall klären müssen. Am Freitag wurde sein Vertrag mit McLaren ab 2023 für rechtens erklärt.








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