Nachdem die österreichische Sägeindustrie im Vorjahr ihre Produktion gesteigert hatte, sorgt sie sich nun über die wirtschaftliche Situation. Die derzeitige Lage werfe Fragen und Unsicherheiten auf, sagten Vertreter und Vertreterinnen der Industrie am Freitag. Dazu zählen etwa ein verändertes Konsum- und Investitionsverhalten der Kundschaften sowie ein Rückgang der Holzimporte aus den Nachbarländern.
Im Vorjahr steigerte die österreichische Sägeindustrie zum siebten Mal in Folge ihre Produktion. 10,9 Millionen Festmeter Schnittholz wurden insgesamt produziert. Im ersten Quartal 2022 sei Österreich unter den weltweiten Top-Ten der größten Nadelschnittholz-Warenströme gewesen und habe somit eine wichtige Rolle im internationalen Holzhandel eingenommen, sagte der Vorsitzende des österreichischen Holzhandels Franz Mühlbauer. Die Exporte nach Italien belegen weltweit Platz drei, nach Deutschland Platz sieben.
Mehr Holz im Inland
Obwohl die Exportzahlen gestiegen sind, ist aufgrund der erhöhten Produktion zugleich mehr Holz im Inland geblieben. Das hat den Hintergrund, dass die Holzimporte aus den Nachbarländern sanken. „(...) Wir erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzt“, sagte der Vorsitzende der österreichischen Sägeindustrie Markus Schmölzer. Das sei unter anderem auch deshalb wesentlich, weil Holz und Holzprodukte aus Russland mit einem Import- und Exportverbot belegt sind.
Laut Schmölzer hat sich das Konsum- und Investitionsverhalten zudem wieder zur Vor-Corona-Zeit entwickelt. „Das Geld wird wieder für Urlaub oder Konsum ausgegeben und natürlich kommt auch noch die generelle Unsicherheit angesichts der Rahmenbedingungen dazu.“ Beispiele hierfür sind die Konjunktur, Verbrauchervertrauen und entsprechende Auswirkungen auf Bauaktivitäten. „Wir fragen uns natürlich auch, wie es weitergeht mit den Kosten für Energie, Rohstoffe und Logistik sowie der höheren Inflation.“
Kampf gegen Klimawandel
Für 2022 rechnet die Branche erneut mit einem leichten Anstieg der Produktion. So halte der Trend zu Holz an, da die verstärkte Nutzung im Kampf gegen den Klimawandel wichtig sei.









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