Bereits im Oktober des Vorjahres sind in Eberstein in Kärnten Felsbrocken auf ein Gebäude gekracht. Die Stelle im verbauten Gebiet ist kaum zugänglich. Gemeinsam wird jetzt nach einer Lösung gesucht.
„Das ist leider alles sehr kompliziert, Experten zerbrechen sich den Kopf, wie der Felsblock mitten im bebauten Gebiet sicher abgetragen werden kann“, sagt Grundbesitzerin Diana Kloiber.
„Schwierige Lage“
Bereits im Oktober 2021 hatten sich Felsteile gelöst und waren nachts auf ein Nebengebäude am Unteren Platz gestürzt. „Der gefährdete Bereich ist natürlich sofort gesperrt worden“, sagt Gemeindechef Andreas Grabuschnig. „Die Lage ist aber schwierig, denn alle drei Dolomitenköpfe, die unter dem Schloss Eberstein - nahe der Görtschitztal Straße - in die Höhe ragen, müssten aus dem engen Schlurf geholt werden.“ Sichern oder völlig abtragen - beides sei mehr als kompliziert.
Das Problem ist die enge Weite und das dicht verbaute, angrenzende Wohngebiet.
Lukas Schellander, Amtsleiter
Horrende Kosten
Seit dem Vorfall im Vorjahr versuchen Geologen sowie Experten von Land und Bund eine Lösung zu finden, wie die Felsen gesichert werden könnten. Denn Zufahren mit schwerem Gerät sei nicht möglich. Kloiber: „Ein großes Danke an die Gemeinde. Ohne diese Hilfe würde ich das niemals schaffen.“ Bürgermeister Grabuschnig betont: „Wir werden einen leistbaren Weg finden, diese Gefahr zu beseitigen.“ Erste Kostenvoranschläge belaufen sich auf 799.000 Euro.
Befürchtet werde zudem auch, dass es durch Arbeiten beim angrenzenden Hochwasserschutzbau zu gefährlichen Erschütterungen kommen könnte.
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