27.07.2022 06:55 |

Saas-Fee und Ushuaia

ÖSV-Dame kehrt an ihre zwei Schicksalsorte zurück

Innerhalb weniger Wochen kommt es für die Vorarlberger Riesentorlauf-Spezialist Elisabeth zu zwei ganz speziellen Trainingscamps. Denn sowohl im Schweizer Gletscher-Skiort Saas-Fee, als auch im argentinischen Ushuaia, erlebte die ÖSV-Dame schicksalshafte Momente. Dennoch sind die beiden, mehrere tausend Kilometer voneinander entfernten Orte für die Head-Pilotin mit ganz unterschiedlichen Erinnerungen behaftete.

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Ende letzter Woche war es soweit: Zum ersten Mal seit ihrem Sturz am 27. September 2018, bei dem sie sich ihr linkes Schien- und Wadenbein gebrochen hatte, zog Elisabeth Kappaurer am Allalingletscher oberhalb von Saas-Fee (Sz) wieder ihre Skier an. Die Rückkehr ins Wallis war für die Bezauerin, die davor noch im Elba-Urlaub Kraft getankt hatte, kein Problem. „Ich habe natürlich Erinnerungen an den Tag“, erklärt die 27-Jährige, die in den letzten Tagen mit der ÖSV-Trainingsgruppe von Gruppencoach Charly Pichler an der Technik feilte. „Allerdings sind die trotz der schweren Verletzung von damals nicht so negativ.“

Hauptverantwortlich dafür: Die medizinische Versorgung nach dem Crash, bei dem Kappaurer nach einem Innenskifehler unglücklich gegen das Drehgelenk einer Kippstange gestürzt war. „In der Schweiz hat alles ausgezeichnet funktioniert“, erinnert sich „Lisi“. „Ich habe auch immer noch Kontakt zu dem Arzt, der mich damals erfolgreich operiert hat.“

Andere Erinnerungen kommen bei der Wälderin hoch, wenn sie an den Ort denkt, wo im August die nächsten ÖSV-Trainings warten. Im argentinischen Ushuaia erlebte Kappaurer elf Monate nach dem Saas-Fee-Sturz, die wohl dunkelsten Stunden ihres Lebens: Schien- und Wadenbeinbruch rechts, plus einen Trümmerbruch des Schienbeinkopfs links. „Leider hat da nicht alles so gut geklappt, aber das ist abgehakt“, sagt Lisi, die diesen Jänner nach 1401 Tagen Pause in Kranjska Gora ihr Weltcup-Comeback gegeben hatte. „Wir werden heuer unseren eigenen Arzt mit nach Ushuaia nehmen“, verrät die Head-Pilotin. „Wir hoffen zwar, dass wir ihn nicht brauchen, aber er gibt uns allen viel Sicherheit.“ 

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