Kunsthaus Bregenz

Seit 25 Jahren Weltklasse

Vorarlberg
18.07.2022 08:55

Das Kunsthaus Bregenz (KUB) feierte am Wochenende seinen 25. Geburtstag. Am Anfang sehr umstritten, ist es heute aus der Kulturlandschaft nicht mehr wegzudenken.  

Bregenz hat die Festspiele - ein Spektakel vor malerischer Kulisse, in der ganzen Welt bekannt. Und seit 25 Jahren hat Bregenz das KUB - ein echter Kulturtempel, der zu den zehn wichtigsten Einrichtungen der Welt für zeitgenössische Kunst gehört. Man mag es kaum glauben, dass damals, als die ersten Pläne vorgestellt wurden, das Vorhaben hochumstritten war. Das lag zum einen an den Kosten von 281 Millionen Schilling, aber mehr noch an der Architektur. Der 30 Meter hohe Betonbau mit der markanten Mattglasfassade („Lichthaut“), entworfen vom Schweizer Stararchitekten Peter Zumthor, war nicht jedermanns und jederfraus Sache - dementsprechend beißend fiel die Kritik, nicht selten mit einer großen Dosis Hohn und Spott gewürzt, aus. Heute gilt das KUB als Wahrzeichen, das kaum jemand aus dem Stadtbild wegdenken möchte.

Topstars geben sich die Klinke in die Hand
Vor allem aber hat das KUB als Ausstellungsort international Maßstäbe gesetzt. Die eingeladenen Künstler waren von Anfang an von Möglichkeiten begeistert, bis heute geben sich die Topstars der zeitgenössischen Kunst die Klinke in die Hand. Eine Ausstellung im KUB - für viele ist das wie ein Ritterschlag.

Die Liste an spektakulären Ausstellungen ist lang - und sie würde diesen Rahmen sprengen. Unter anderem haben Per Kirkeby, Erwin Wurm, Jenny Holzer, Ai Weiwei, Jeff Koons und Damien Hirst das KUB bespielt - wenn man so will also das „Who is Who“ der zeitgenössischen Kunst. Das bisher wohl größte Aufsehen in der Geschichte des KUB erregte die Roy-Lichtenstein-Schau im Jahr 2005, allerdings nicht nur im künstlerischen Sinn. Eine damals 35-jährige Deutsche beschädigte mit einem Messer das Bild „Nudes in Mirror“ mit vier jeweils 30 Zentimeter langen Schnitten und richtete damit einen Schaden von 460.000 Euro an. Der damalige KUB-Direktor Eckhard Schneider war so schockiert, dass er einen Tag lang nicht für Medienvertreter zu sprechen war. Die an Schizophrenie leidende Frau wurde übrigens später in einem Prozess am Landesgericht Feldkirch verurteilt und in eine Anstalt eingewiesen.

Mehr als würdige „Geburtstagsausstellung“
Dass das KUB nichts von seiner Relevanz eingebüßt hat, lässt sich an den jüngsten Ausstellungen festmachen. Mit der Corona-Sonderschau „Unvergessliche Zeit“ gelang Direktor Thomas T. Trummer ein echter Coup, das internationale Medienecho war nicht nur enorm, sondern geradezu euphorisch. Ebenfalls ein großer Wurf ist die aktuelle Ausstellung von Jordan Wolfson: Noch selten war ein Kunsterlebnis unmittelbarer!

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