17.07.2022 06:00 |

Asylzahlen steigen

Migranten wollten mit ganzem Waffenarsenal zu uns

Im Schatten des Ukraine-Krieges schleicht sich eine stille Krise heran: Die Asylzahlen klettern auf den höchsten Stand seit 2015 - indes waren Migranten mit Sturmgewehren und 182 Schuss Munition auf dem Weg nach Österreich.

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Im Jahr der großen Flüchtlingswelle gab es in Österreich knapp 90.000 Anträge auf Asyl. Heuer rechnen die heimischen Sicherheitsbehörden hochgerechnet bis Jahresende mit rund 70.000 Anträgen - der zweithöchste Wert seit 2015. In diesen Zahlen ist der Schutz für ukrainische Kriegsflüchtlinge natürlich nicht dabei.

Dass im Schatten des russischen Angriffskrieges die brutalen internationalen Schlepperbanden das große Geschäft wittern, zeigen auch die jüngsten Entwicklungen auf der berüchtigten Balkan-Route. Wie berichtet, sind 45.000 Migranten marschbereit, wollen noch vor dem Winter in den goldenen Westen.

Gar zwölf Millionen Flüchtlinge warten im Iran, der Türkei und Ägypten auf den Sprung nach Europa. Im Brennpunkt ist die serbisch-ungarische Grenze, wo der Druck zunimmt und die Gewalt auch unter den Migranten steigt. Diese gipfelte erst vor wenigen Tagen in dem Mord an einem jungen Afghanen durch einen Landsmann bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen in einem Waldgebiet.

40 schwerst bewaffnete Migranten festgenommen
Besonders alarmierend für das Innenministerium ist auch ein aktueller Einsatz sogar mit serbischen Anti-Terroreinheiten nur zehn Kilometer von der ungarischen Grenze entfernt. Bei der Großaktion wurden in der Nähe von Subotica rund 40 schwerst bewaffnete Migranten auf dem Weg nach Österreich festgenommen.

Sturmgewehre, Munition und gefälschte Pässe
Die Gruppe hatte ein regelrechtes Arsenal von automatischen Sturmgewehren, zudem vier Pistolen, zwölf Messer, Macheten, Säbel und 182 Schuss Munition verschiedenen Kalibers mit dabei. Außerdem wurden Drogen sowie sechs gefälschte Personalausweise bzw. Pässe beschlagnahmt.

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Im Kampf gegen die Schlepperkriminalität und auch die illegale Migration ist die enge Zusammenarbeit mit unserem Nachbarn Ungarn ein entscheidender Faktor.

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) ist alarmiert.

Aufgrund der jüngsten bedrohlichen Ereignisse werden der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, und Gerald Tatzgern, der Leiter der Schleppereibekämpfung des Bundeskriminalamtes, ab Montag zu einem Austausch mit der ungarischen Polizei an die serbische Grenze reisen. Bis Ende des Jahres wird das rot-weiß-rote Grenzschutzkontingent vor Ort auf bis zu 50 Beamte anwachsen. Zudem sind Drohnen und Wärmebildkameras im Einsatz.

Christoph Budin
Christoph Budin
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