Aus Koma erwacht

Sydney-Attentäter soll jetzt vernommen werden

Ausland
17.12.2025 07:27
Porträt von krone.at
Von krone.at

Drei Tage nach dem Anschlag auf ein jüdisches Fest am Bondi Beach in Sydney soll der überlebende Attentäter nun verhört werden. Der 24-Jährige ist aus dem Koma erwacht. Neben ihm werden noch 20 weitere Verletzte im Krankenhaus behandelt.

Fünf von ihnen waren zuletzt in kritischem Zustand (Stand Mittwochnachmittag, Ortszeit). Unklar blieb, ob der überlebende Attentäter dabei eingerechnet wurde, oder nicht. Wie berichtet, hatten der 24-Jährige und sein Vater während des jüdischen Lichterfests Hanukkah am Sonntag das Feuer auf die feiernde Menge am Strand eröffnet. Sie töteten 15 Menschen, Dutzende wurden verletzt. Der Vater (50) wurde von der Polizei am Tatort erschossen, sein Sohn festgenommen und mit lebensgefährlichen Schusswunden in ein Krankenhaus gebracht.

Mittlerweile gilt als gesichert, dass der 24-Jährige Verbindungen zur Terrororganisation Islamischer Staat (IS) hatte. In seinem Auto wurden mehrere Sprengsätze und zwei selbst gemachte IS-Flaggen gefunden. Australiens Premierminister Anthony Albanese sagte, dass der Attentäter vor sechs Jahren wegen Verbindungen zu einer Terrorzelle des IS in Sydney überprüft worden sei. Nun müsste ermittelt werden, welche Schlüsse damals gezogen worden seien, sagte er. Alles gehöre auf den Prüfstand, auch die Zusammenarbeit von Geheimdiensten, Sicherheitsbehörden und Polizei.

Bei dem Attentat am Sonntag kamen 15 Menschen ums Leben.
Bei dem Attentat am Sonntag kamen 15 Menschen ums Leben.(Bild: AFP/DAVID GRAY)

Die beiden Attentäter waren kurz vor dem Anschlag für einen Monat auf den Philippinen, wo sie eine „militärische Ausbildung“ erhielten. Der IS ist dort über lokale dschihadistische Gruppen aktiv. Laut der Einwanderungsbehörde in Manila stammte der Vater aus Indien und hatte seinen Wohnsitz in Australien, der Sohn wurde in Australien geboren.

“Ideologie will spalten“
Die australische Regierung will nun das bereits restriktive Waffenrecht abermals verschärfen, mehr Maßnahmen gegen Antisemitismus setzen und sozial- und bildungspolitische Programme forcieren. „Denn dieser Anschlag war von einer Ideologie inspiriert, die darauf abzielt, uns zu spalten. Deshalb ist das Wichtigste, was wir als Land tun können: zusammenzustehen“, sagte Australiens Außenministerin Penny Wong.

Die geplanten Silvesterfeierlichkeiten am Bondi Beach sind unterdessen abgesagt worden. Zwar hätten sich Tausende Menschen aus Australien und dem Ausland auf das Fest gefreut, es sei aber nicht der richtige Moment zum Feiern, hieß es in einer Mitteilung des Organisationsteams.

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