09.07.2022 13:44 |

Leichen identifiziert

Marmolada: Letztes Lawinenopfer tot geborgen

Knapp eine Woche nach dem Gletscherbruch in den italienischen Dolomiten haben die Einsatzkräfte am Samstag den elften und letzten noch vermissten Toten gefunden. Die Leichen konnten mittlerweile identifiziert werden. Der Zustand der acht Verletzten sei stabil, hieß es aus dem Krankenhaus.

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Bei den Toten handelt es sich um sechs Männer und drei Frauen aus Italien sowie zwei tschechische Bergsteiger. Ihre Überreste konnten mittels DNA-Abgleichen identifiziert werden. Spezialkräfte der Polizei und die Bergrettung hatten seit vergangenem Sonntag elf Todesopfer geborgen, das letzte am Samstag. Die Leichen wurden mittels Drohnen lokalisiert. Man hätte die moralische Pflicht, diese den Angehörigen zurückzugeben, sagte der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia. Acht weitere Menschen wurden bei dem Gletscherbruch verletzt, ihr Zustand ist stabil.

Wie berichtet, war auf dem Berg Marmolada am vergangenen Sonntag eine große Eisplatte eingestürzt, die Aufstiegsrouten zum Gipfel traf. Experten und Expertinnen vermuten die hohen Temperaturen und zu wenige Niederschläge als Ursache des Unglücks.

Trauertag am Samstag
Der Bürgermeister von Canazei ordnete für den Samstag einen öffentlichen Trauertag in allen Gemeinden des Fassatals an. Für 18 Uhr ist eine Schweigeminute vorgesehen, zugleich soll in der Pfarrkirche im Ort eine Trauermesse beginnen. Zu dieser wird der Erzbischof von Trient erwartet.

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