Tour de France 2022

Van Aert gewinnt 4. Tour-Etappe und bleibt in Gelb

Sport-Mix
05.07.2022 19:18

Mit einer spektakulären Attacke an den Kreidefelsen der Kanalküste hat Wout van Aert den Bann als ewiger Zweiter der 109. Tour de France gebrochen und endlich seinen ersten Etappensieg gefeiert! Nach zuvor drei zweiten Plätzen gewann der Belgier am Dienstag die vierte Etappe und baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung weiter aus. Und am Mittwoch kommt mit der Kopfsteinpflaster-Etappe zum berüchtigten Wald von Arenberg ein Stück wie gemalt für den belgischen Alleskönner.

Elf Kilometer vor dem Ziel setzte sein Team Jumbo-Visma eine scharfe Attacke an der knapp einen Kilometer langen Cote du Cap Blanc-Nez. Das Team mit den Favoriten Primoz Roglic und Jonas Vingegaard fuhr das gesamte Feld auseinander, auch Titelverteidiger Tadej Pogacar hatte zunächst Probleme. Van Aert ging als Erster über die Kuppe und raste allein in Richtung Ziel. Dahinter fuhr das Feld nach einer kurzen unübersichtlichen Phase wieder zusammen und kam mit acht Sekunden Rückstand ins Ziel.

Die Österreicher Felix Großschartner (21./Bora), Gregor Mühlberger (38./Movistar), Patrick Konrad (70./Bora) und Sebastian Schönberger (78./B&B Hotels) kamen mit dem Hauptfeld über die Linie, Michael Gogl (+1:34/Alpecin) und Marco Haller (+5:25/Bora) hatten Rückstand.

„Wir hatten mit der Mannschaft etwas vor. Wir waren in einer perfekten Position. Das war schon hart. Wir haben gehört, dass wir einigen Schaden angerichtet haben. Dann bin ich alleine durchgefahren“, sagte van Aert. Dessen Landsmann Jasper Philipsen gewann als Zweiter den Sprint des Feldes und dachte zunächst, er hätte die Etappe gewonnen. Schließlich wurde er vom drittplatzierten Christophe Laporte aufgeklärt. Der erste Tag nach dem Dänemark-Gastspiel verlief zunächst wie die Flachetappen in Skandinavien. Bergtrikot-Träger Magnus Cort riss aus - diesmal mit dem Franzosen Anthony Perez - dahinter langweilte sich das Feld bis zur Attacke von van Aert.

Durch die gesammelten Punkte dürfte der in seiner dänischen Heimat gefeierte Cort das Bergtrikot erst bei der ersten Bergankunft am Freitag verlieren. Deutlich mehr Spannung verspricht das Teilstück am Mittwoch von Lille nach Arenberg. Elf Kopfsteinpflaster-Sektoren müssen bewältigt werden, der erste kommt nach rund 74 Kilometern. Insgesamt stehen 19,4 Kilometer des holprigen Untergrunds der nordfranzösischen Feldwege auf dem Programm. Im Vergleich zur bisher letzten Kopfsteinpflaster-Etappe der Tour 2018 wählten die Organisatoren längere Sektoren.

Das Ergebnis der 4. Etappe:
1. Wout van Aert (BEL) Jumbo-Visma 4:01:36 Stunden
2. Jasper Philipsen (BEL) Alpecin-Deceuninck +8 Sek.
3. Christophe Laporte (FRA) Jumbo-Visma
4. Alexander Kristoff (NOR) Wanty-Gobert
5. Peter Sagan (SVK) TotalEnergies
6. Luca Mozzato (ITA) B&B Hotels
Weiters:
21. Felix Großschartner (AUT) Bora
38. Gregor Mühlberger (AUT) Movistar
70. Patrick Konrad (AUT) Bora
78. Sebastian Schönberger (AUT) B&B Hotels - alle gleiche Zeit
126. Michael Gogl (AUT) Alpecin +1:34 Min.
150. Marco Haller (AUT) Bora +5:25

Der Stand in der Gesamtwertung:
1. Wout van Aert (BEL) Jumbo-Visma 13:02:43 Std.
2. Yves Lampaert (BEL) Quick-Step Alpha Vinyl +25 Sek.
3. Tadej Pogacar (SLO) UAE +32
4. Mads Pedersen (DEN) Trek-Segafredo +36
5. Mathieu Van Der Poel (NED) Alpecin-Deceuninck +38
6. Jonas Vingegaard (DEN) Jumbo-Visma +40
Weiters:
19. Patrick Konrad (AUT) Bora +1:04 Min.

43. Felix Großschartner (AUT) Bora +1:29
93. Sebastian Schönberger (AUT) B&B Hotels +2:36
115. Michael Gogl (AUT) Alpecin +1:34 Min. +4:11
119. Gregor Mühlberger (AUT) Movistar +4:51
143. Marco Haller (AUT) Bora +7:13

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