Im April hatte die „OÖ-Krone“ die Geschichte aufgedeckt: Der abgewählte Bürgermeister von Schärding, Franz Angerer, soll von 2015 bis 2021 soll er zur Pension auch das Gehalt eines Vollzeit-Bürgermeisters statt der Gage eines Teilzeit-Stadtchefs bezogen haben. Nach längerem Hin und Her zahlte Angerer jetzt das zu viel erhaltene Geld zurück.
Nach seiner Ablöse bei der Wahl im September 2021 war Wirbel um den ehemaligen ÖVP-Bürgermeister von Schärding entbrannt, weil er sechs Jahre lang zusätzlich zur Pension aus seiner früheren Tätigkeit als Lehrer das volle Bürgermeistergehalt bezogen haben soll. Nun einigte sich der Ex-Politiker einvernehmlich mit der Gemeinde und zahlte die Überbezüge zurück. Das berichtete die Stadtgemeinde am Montag.
Die OÖ. Gemeindeordnung sieht für Bürgermeister, die bereits Pension beziehen, nur ein Teilzeitbürgermeistergehalt vor, Franz Angerer bezog aber ein Vollzeitgehalt. Nach einer Neuaufrollung seiner Bezüge habe er nun den Differenzbetrag für die vergangenen drei Jahre in der Höhe von 62.228,80 Euro an die Stadtgemeinde zurückgezahlt, hieß es. Verjährte Beträge überwies Angerer - ohne dazu verpflichtet zu sein - an die Freiwillige Feuerwehr und die Kindergärten der Stadt.
„18 Jahre galt mein ganzes Tun und Engagement der Stadt Schärding. Nichts lag mir ferner, als diese bewusst zu schädigen“, hielt Angerer fest. „Im Sinne der Gemeindebürger bin ich froh, dass wir ohne Streit und ohne Gericht eine für beide Seiten akzeptierte Lösung gefunden haben“, betonte der nunmehrige Bürgermeister Günter Streicher (SPÖ). Die Vorgangsweise werde vom Stadtrat einstimmig mitgetragen. Der Österreichische Gemeindebund und das Land Oberösterreich waren in die Gespräche eingebunden.














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