01.07.2022 13:34 |

Vorwurf: Drogenbesitz

Prozess gegen US-Basketballerin Griner gestartet

Viereinhalb Monate nach ihrer Verhaftung wegen des Vorwurfs des Drogenbesitzes am Moskauer Flughafen hat in der russischen Hauptstadt der Prozess gegen die US-Basketballerin Brittney Griner begonnen. Die 31-Jährige erschien in Handschellen persönlich vor Gericht, wie Fotos zeigten. Ihr drohen bis zu zehn Jahre Gefängnis. Der Kreml wies unterdessen Vorwürfe zurück, der Prozess sei politisch motiviert.

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Der Staatsanwalt teilte Griner mit, dass sie wegen vorsätzlichen Transports von Betäubungsmitteln angeklagt sei. Die Sportlerin sagte, sie habe die Anklage verstanden. Drei Mitarbeiter der US-Botschaft waren im Gerichtssaal anwesend, wo die Angeklagte in einem Käfig saß. Einem Reuters-Reporter sagte Griner, dass sie die Haft schwer finde, da sie kein Russisch spräche und nicht in der Lage sei, sich angemessen um ihre körperliche Fitness zu kümmern. Ihre Anwälte konnten noch nicht sagen, ob sich Griner schuldig bekennen würde.

Haschisch-Öl im Gepäck
Griner war am 17. Februar am Flughafen Scheremetjewo festgenommen worden. In ihrem Gepäck sollen sogenannte Vape-Kartuschen und Haschisch-Öl entdeckt worden sein. Die zweifache Olympiasiegerin und Starspielerin des WNBA-Teams Phoenix Mercury war zuletzt auch in Russland aktiv gewesen.

Prozess politisch motiviert?
Der Fall kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem sich die Beziehungen zwischen den USA und Russland wegen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine auf einem Tiefpunkt befinden. Kremlsprecher Dmitri Peskow wies am Freitag jedoch Anschuldigungen zurück, der Prozess gegen Griner sei politisch motiviert. „Die Fakten besagen, dass die bekannte Sportlerin mit verbotenen Präparaten festgenommen wurde, die Drogenstoffe enthalten“, sagte Peskow. Dafür sehe das russische Gesetz nun einmal Strafen vor. Ein endgültiges Urteil könne aber nur das Gericht sprechen.

Zuletzt hatte das Gericht nach einer erster Anhörung entschieden, dass Griner mindestens bis kurz vor Weihnachten in einem russischen Gefängnis bleiben muss. Die Haft der 31-Jährigen wurde bis zum 20. Dezember verlängert.

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