25.06.2022 10:17 |

„Offizielle Kanäle“

Klitschko bietet Giffey „echtes“ Telefonat an

Nach einem Fake-Telefonat eines vorgeblichen Vitali Klitschko mit Berlins regierender Bürgermeisterin Franziska Giffey hofft der echte Kiewer Bürgermeister auf ein baldiges Gespräch mit der SPD-Politikerin.

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Der deutschen „Bild“-Zeitung sagte Klitschko, nachdem er von dem Fake-Anruf bei Giffey und Madrids Bürgermeister Jose Luis Martinez-Almeida erfahren habe: „Ich hoffe, dass wir bald über meine offiziellen Kanäle telefonieren können.“ Er brauche dann auch „keine Übersetzer“.

Giffey hatte bei einer Videoschaltung am Freitag Zweifel bekommen, ob sie tatsächlich wie geplant mit Kiews Bürgermeister verbunden war. Das Gespräch endete dann vorzeitig. Giffey gab im Anschluss per Twitter bekannt, dass am Anfang des Gesprächs gefragt worden sei, ob man auf Russisch sprechen könne. Andere Mitarbeiter sollten das Besprochene nicht verstehen.

Digitale Manipulation bei Videoschaltung?
Die Senatskanzlei geht von einer digitalen Manipulation aus: „Allem Anschein nach haben wir es mit Deepfake zu tun“, sagte Senatssprecherin Lisa Frerichs. Es sei Anzeige wegen Vorspiegelung einer falschen Identität gegen unbekannt erstattet und das Bürgermeisteramt in Kiew informiert worden.

Klitschko bot Giffey daraufhin ein „echtes“ Telefonat über offizielle Kanäle an. Dies kommentierte Berlins Bürgermeisterin wie folgt: „Danke für das Angebot, sehr gern! Wir haben schließlich viel zu besprechen.“

Auch in Madrid wurde Bürgermeister Jose Luis Martinez-Almeida bei dem Videotelefonat mit dem vorgeblichen Bürgermeister Klitschko schnell misstrauisch und brach das Gespräch ab, wie der Sprecher des Bürgermeisteramtes, Daniel Bardavio Colebrook, bestätigte. Martinez-Almeida werde den echten Klitschko am Samstag anrufen.

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