In WhatsApp-Gruppe

Smartphones voll mit Kinderpornos und Nazi-Bildern

Mühlviertler Teenager sollen 68 Delikte auf dem Kerbholz haben. Sie tauschten per WhatsApp verbotene Inhalte wie Hakenkreuz- und Hitlerbilder aus. Ihre Aussage: „Wir hatten uns nicht viel dabei gedacht.“

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Zur wahren Dreckschleuder wurde eine WhatsApp-Gruppe von Jugendlichen in Mauthausen und St. Georgen an der Gusen in Oberösterreich. Nach Erhebungen wegen Verdachts des Besitzes eines Kinderpornos gegen einen 16-Jährigen wurde dessen Mobiltelefon von Polizisten sichergestellt und ausgewertet. Darauf wurden in diversen Chats mehrere Fotos und Videos gefunden, die den Verdacht auf Verstoß gegen das Verbotsgesetz bzw. der Verhetzung ergaben.

In Absprache mit der Staatsanwaltschaft Linz stellten die Beamten sieben Mobiltelefone von Jugendlichen sicher. Man fand mehrere Fotos und Videos sowie eine Vielzahl von Hakenkreuz- und Hitlerbildern. Zudem wurden Bilder und Videos mit kinderpornografischen Darstellungen entdeckt. Dabei handelte es sich großteils um angehängte „Sticker“.

Nahezu kein Unrechtsbewusstsein
Insgesamt wurden 25 Personen nach dem Verbotsgesetz, 14 wegen pornografischer Darstellung Minderjähriger und sechs Personen wegen Verhetzung angezeigt. Erschreckend: Die Jugendlichen zeigten nahezu kein Unrechtsbewusstsein. Zudem konnten noch eine große Anzahl an Sachbeschädigungen und mehrere Verkehrszeichen-Diebstähle in St. Georgen geklärt werden.

Autofahrer mit Laser geblendet
Ein 17-Jähriger wurde wegen Verdachts der Gefährdung der körperlichen Sicherheit angezeigt. Er hatte Autofahrer mit einem Laser geblendet. Außerdem wurden zwölf Personen nach dem Suchtmittelgesetz angezeigt. Insgesamt handelte es sich um 68 Delikte. Alle Beteiligten stammen aus den Bezirken Perg, Urfahr-Umgebung und Linz-Land.

Priester steht weiter unter Verdacht
Aus seiner Pfarre im Bezirk Wels-Land entfernt wurde jener Priester, der zumindest sechs Kinderpornos per Facebook verschickt haben soll. Ein steirischer Pfarrer (54), der 2000 Kinderporno-Fotos und Videos gehortet hatte, wurde im Jänner zu 4800 Euro Strafe und sechs Monaten bedingt verurteilt.

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