Gespräche mit Minister

Bei Handelsbossen stehen die „Stalltüren“ offen

Am Freitag treffen Vertreter der vier größten Supermarkt-Ketten Österreichs - Billa, Hofer, Lidl und Spar - bei einem eigens einberufenen Gipfel auf Tierschutzminister Johannes Rauch. „Er muss Schweineleid endlich lindern“ kritisieren ihn sogar manche Landwirte scharf. Vielleicht bleibt es ja diesmal nicht bei einem Lippenbekenntnis! 

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„Was die Politik hier tut ist ein Wahnsinn“, nimmt sich der Salzburger Biobauer Sebastian Herzog beim Lokalaugenschein unserer Ressortleiterin und Vorkämpferin Maggie Entenfellner kein Blatt vor den Mund. Nach aufrüttelnden „Krone“- Reportagen gerät Bewegung in die Sache: Minister Johannes Rauch hat endlich die Chefs der Lebensmittelhändler (Billa, Hofer, Lidl und Spar) zu einem Transparenz-Gipfel eingeladen.

Doch der Grün-Politiker steht – hinter vorgehaltener Hand – heftig in der Kritik: „Keiner weiß genau, was er wirklich von uns will.“ „Während Kunden in deutschen Supermärkten erfahren, wie die Tiere gelebt haben, tappen Konsumenten bei uns im Dunkeln. Meist ist nicht ersichtlich, welche Schweine auf Vollspaltenböden leiden mussten“, so Greenpeace. Bei den Ketten rennen die Tierschützer offene (Stall)türen ein.

Rewe-Vorstand Haraszti betont, dass 100 Prozent des Billa-Frischfleisches aus Österreich stammt und er für eine verpflichtende Kennzeichnung sei. „Bruderwohl“-Initiative als besonders vorbildlich Auch Hofer ist im Boot und hat zusätzlich zu vorbildlichen Tierwohl-Projekten noch die „Bruderwohl“-Initiative zur Aufzucht männlicher Küken, Kälber, Lämmer und Ziegenkitzerl gestartet. Lidl verweist darauf, dass bereits Anfang des Jahres ein branchenweiter Haltungskompass gefordert wurde. Spar tritt ebenso für die Kennzeichnung der Tierhaltungsart bei Fleisch ein.

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