„Ja“ zum GAK

Wer kriegt sie? Akademiefrage spaltet Steirerland

Steiermark
12.06.2022 07:00

Viele wollen sie, einige haben sie, anderen wird sie verweigert. Eine eigene Fußball-Akademie. Dem GAK wurde zuletzt vom ÖFB die notwendige Lizenz dafür erteilt, nach 15 Jahren erhalten die Grazer nun das Gütesiegel für die Nachwuchsarbeit zurück. Gleichzeitig hatten sich auch Hartberg und Kapfenberg um Erteilung des Akademiestatus bemüht. Allerdings ohne Erfolg! Ein Thema, das noch für reichlich Gesprächsstoff sorgen wird.

Freude und Ärger zugleich! Fußball-Zweitligist GAK, der die Verpflichtung von Michi Lang für zwei Jahre bekannt gab, bekam vom ÖFB die Zulassung für die Akademie. „Für unsere sportliche Entwicklung ein Meilenstein von unschätzbarem Wert“, so Sportchef Didi Elsneg, selbst Absolvent der „alten“ Akademie.

Mitspielen dürfen die „Rotjacken“ in der ÖFB-Jugendliga gemäß ÖFB-Beschluss vorerst aber nicht - und Geld gibt es auch keines. „Das war uns von vornherein klar, darum haben wir auch ein eigenes Budget aufgestellt“, sagt Geschäftsführer Matthias Dielacher. „Die sportliche Situation ist aber nicht nachvollziehbar. Man gibt uns einerseits die Zulassung, lässt uns aber nicht mitspielen.“

„Die Evaluierung der Talenteförderung ist ein laufender Prozess, der bis Ende des Jahres abgeschlossen sein soll“, verteidigt ÖFB-Talenteförderung-Gesamtleiter Martin Scherb die Entscheidung. Demnach soll die Akademiestruktur komplett überarbeitet werden, soll es künftig eine Teilung in A-Akademien und kleinen B-Varianten geben.

„Werden wir hinterfragen“
Der GAK bekam in erster Instanz zumindest das „Gütesiegel“, mit Hartberg und Kapfenberg schauten zwei weitere steirische Antragsteller aber durch die Finger! „Wir werden das genau hinterfragen“, wundert sich Hartbergs Erich Korherr. Der Bundesliga-Klub, ein Kooperationspartner der Sturm-Steiermark-Akademie, startet ungeachtet der Entscheidung mit 1. August den eigenen Akademiebetrieb mit Schweizer Partnern. „Wir spielen in der Leistungsklasse“, so Korherr. Das letzte Wort in der Causa, wer bis 2023/24 das „Akademie-Pickerl“ erhält, ist aber sicher noch nicht gesprochen.

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