Bald Mega-Rechnung

Teuerung bei Fernwärme: „Muss verhindert werden!“

Die Kostenexplosion bei der Fernwärme empört Kunden und Opposition. Wien Energie hingegen verweist zynisch auf „Ratenzahlung und maßgeschneiderte Unterstützungspläne“.

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Der Preisschock bei der Fernwärme hat die Kunden im wahrsten Wortsinne kalt erwischt. Wie berichtet, werden den 440.000 Haushalten bald doppelt so hohe Rechnungen ins Haus flattern wie bisher. Wien Energie stellt einen Antrag auf Anpassung des Preisbescheids der Fernwärme - kommen soll eine Erhöhung um 92 Prozent.

Pro Haushalt sind das zusätzlich 540 Euro im Jahr oder 45 Euro pro Monat. Ab wann sind die horrenden Preise zu entlohnen? Das Verfahren dauert üblicherweise etwa drei Monate.

„Unglaubliches Belastungspaket“
„Mit der geplanten Verdoppelung der Preise für Fernwärme wird Wien Energie als 100-Prozent-Tochter der Stadt der Bevölkerung ein unglaubliches Belastungspaket aufbürden“, kritisiert Fritz Pöltl, FCG-ÖAAB-Fraktionsvorsitzender in der Arbeiterkammer Wien. AK-Präsidentin Renate Anderl: „Das muss verhindert werden!“

Auch die Opposition ist empört über die Teuerung. „Der Konzerngewinn der Wien Energie hat sich im Laufe der Jahre zuletzt auf 240 Millionen Euro gesteigert“, so ÖVP-Chef Karl Mahrer. „Obwohl hier Preissenkungen unkompliziert möglich wären, wird das Gegenteil praktiziert. Die Menschen werden stärker zur Kasse gebeten.“

„Entscheiden, ob etwas zu essen kaufen oder warm duschen“
FPÖ-Chef Dominik Nepp spricht von einem „unfassbaren Skandal“. Und: „Viele Bürger werden sich entscheiden müssen, ob sie sich etwas zu essen kaufen oder warm duschen können.“ Die Grünen fordern: „Die Gewinne der Wien Energie sollten an die Bevölkerung weitergegeben werden.“

Wien Energie wiederum sieht die Lösung anderswo: In „Ratenzahlungen und maßgeschneiderten Unterstützungsplänen“.

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