Statt Absiedelung

Gmundner Keramik geht nun unter die Erde

 Zwischen der Stadt und der Gmundner Keramik bahnt sich ein Kompromiss an. Das Traditionsunternehmen bleibt am Standort, baut diesen aber völlig um. Die Wohnbaupläne werden deutlich abgespeckt.

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Wegen mangelnder Unterstützung durch die Politik drohte Firmenboss Markus Friesacher vor etwas mehr als einem Jahr mit der Absiedelung der Gmundner Keramik, wir berichteten. Nun spricht vieles dafür, dass man am Traunsee bleibt. Und sogar auf jenem Areal, wo das Unternehmen 1492 gegründet wurde. Friesacher: „Die Gesprächsbasis ist gut. Wir sind am richtigen Weg und möchten Gmunden nicht verlassen.“

100 statt 160 Wohnungen
Unvermeidbar sei aber die Errichtung von Wohnungen auf dem 10.000 Quadratmeter großen Grundstück. „Die Baukosten und die Übersiedelung müssen sich durch den Wohnbau rechnen“, so der Firmenchef. Statt der einst geplanten 160, könnte der Plan mit rund 100 Wohnungen umgesetzt werden. Zweitwohnsitze schließt er in den zwei Gebäudeblöcken aber definitiv aus.

Produktion unterirdisch
Fix vorgesehen wäre, dass die Produktion der Traditionsware unter die Erde geht. Dank Hanglage müssten die Mitarbeiter aber nicht auf Tageslicht verzichten, vielmehr würden sie einen Ausblick auf den Traunsee haben. Im Erdgeschoß sind Räume für die Manufaktur oder die Erlebniswelt vorgesehen.

Café mit Blick auf Traunsee
Noch eine Etage höher soll die Verwaltung untergebracht werden. Im obersten Stockwerk wäre ein Panorama-Café mit einem Veranstaltungssaal geplant.

Eineinhalb Jahre Bauzeit
„Traum-Ziel“ wäre eine Eröffnung im Kulturhauptstadtjahr 2024. Dafür müsste bei einer Bauzeit von eineinhalb Jahren noch heuer der Baubescheid am Tisch liegen. Stadtchef Stefan Krapf (VP) bleibt vage: „Entscheidend ist die Einhaltung aller Raumordnungsvorgaben.“

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