Am Vortag hatte die türkische Polizei fast 50 Verdächtige in Gewahrsam genommen, darunter mehrere Vereinspräsidenten, Trainer und Spieler. Türkischen Berichten zufolge überprüfte die Polizei auch wichtige Spiele von Fenerbahce gegen Eskisehirspor und Sivasspor, gegen die der Klub aus Istanbul im Meisterschaftsfinish den Titel holte. Ein Anwalt von Yildirim hat den Vorwurf der Manipulation bestritten. Fenerbahce hatte sich im Mai in der letzten Runde den 18. Meistertitel gesichert. Der Verein verteidigte dank des 4:3 bei Sivasspor Rang eins vor dem punktgleichen Verfolger Trabzonspor.
Politiker besorgt
Die türkische Politik zeigte sich über das Ausmaß der Untersuchungen besorgt. "Wenn nur fünf Prozent der Vorwürfe stimmen, ist das sehr ernst für den türkischen Sport. Ich hoffe, das wird bereinigend wirken", meinte Huseyin Celik, der Vizechef der Regierungspartei AKP. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan meinte in seinem ersten Statement zur Causa: "Die Justiz hat eine Entscheidung gefällt und diese Operation gestartet. Ich hoffe, es wird keine beunruhigenden Konsequenzen geben."
Kurs der Fenerbahce-Aktien im Sinkflug
Sollten einige der bis Montag rund 60 inhaftierten Verdächtigen schuldig gesprochen werden, drohen ihnen Haftstrafen. Auswirkungen auf die Liga-Zusammenstellung wurden ebenfalls nicht ausgeschlossen. Der türkische Verband hat angekündigt, die Situation genau im Auge behalten zu wollen. Direkte Konsequenzen aus den Festnahmen schlugen sich für die betreffenden Klubs bereits auf der Istanbuler Börse nieder. Der Aktienkurs von Fenerbahce fiel am Montagmorgen um zehn Prozent.
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