13.05.2022 15:28 |

EU-Länder untersucht

Staat unterstützt Familien mehr als vor 20 Jahren

Am 15. Mai ist Internationaler Tag der Familie. Anlässlich dazu hat Österreichs Regierung eine Studie präsentiert, die zeigt, dass der Staat heute mehr für Familien ausgibt als noch vor 20 Jahren. Beispiele sind Geld- und Sachleistungen sowie steuerliche Unterstützungen. Im EU-Vergleich liegt Österreich bei den Gesamtausgaben aber nur im Mittelfeld.

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Für die Studie hat das Österreichische Institut für Familienleistungen die öffentlichen Ausgaben für Familien in 22 EU-Ländern untersucht und verglichen. Die Daten reichen von 2001 bis 2017, in Österreich aufgrund eigener Berechnungen bis 2021. Auf diese Weise konnte etwa der von Türkis-Blau eingeführte Familienbonus berücksichtigt werden. Dieser wird mit Juli auf 2.000 Euro jährlich pro Kind erhöht. Die Gesamtausgaben betrugen hierzulande 9,7 Milliarden Euro im Jahr 2017. Das entspricht 2,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).  2016 gab der Staat für die gesamte „Soziale Sicherung“ 21,6 Prozent des BIP aus. Dazu zählen zusätzlich zu Leistungen für Familien unter anderem auch Pensionen und Arbeitslosengeld.

Mehr Geld für Kinderbetreuungseinrichtungen
„Österreich befindet sich im Ländervergleich im Mittelfeld bei Gesamtausgaben für Familien in Prozent des BIP“, heißt es in der Studie. Frankreich, Dänemark und Luxemburg geben am meisten Geld für Familien aus. Die skandinavischen Länder Schweden, Finnland und Dänemark sind bei den Ausgaben für Kinderbetreuung an vorderster Stelle. Österreich liegt in diesem Bereich unter dem Durchschnitt der 22 untersuchten EU-Staaten. Derzeit verhandeln der Bund und Länder einen weiteren Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen. Am Freitag versicherte die Regierung, dass es „wesentlich mehr Geld“ geben werde.

Aktuell geht der Trend laut Studie zu mehr Ausgaben für Sachleistungen und steuerlichen Hilfen. Ein Beispiel ist der 2019 eingeführte Familienbonus Plus, womit Österreich in dieser Rubrik über dem EU-22-Schnitt von 2017 ist.

Raab fühlt sich bestätigt
Familienministerin Susanne Raab (ÖVP) sah sich in einer Stellungnahme bestätigt, dass Österreich im EU-Vergleich der Familienleistungen „so gut dasteht und bei den Steuerleistungen und Sachleistungen für Familien einen großen Sprung nach vorne machen konnte“. Die Studie bestätige, „dass unsere Bemühungen und Maßnahmen in die richtige Richtung gehen“ würden.

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