15.10.2021 12:53 |

„Ein Meilenstein“

Erhöhter Familienbonus soll 6400 Jobs bringen

Die Erhöhung des Familienbonus von 1500 auf 2000 Euro pro Kind und Jahr ab 1. Juli 2022 wird nach Berechnungen des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria bis 2025 6400 Menschen in Beschäftigung bringen. Denn aufgrund der Entlastung rechnet man mit mehr Konsum und Investitionen, wodurch neue Jobs entstehen sollen. „Der Familienbonus ist ein Meilenstein“, sagte Familienministerin Susanne Raab (ÖVP) am Freitag bei einer Pressekonferenz mit EcoAustria-Direktorin Monika Köppl-Turyna.

Das Bruttoinlandsprodukt wird durch den Familienbonus laut EcoAustria-Berechnungen im Jahr 2025 um 700 Millionen Euro höher sein. Schon bisher wurden mit dem Familienbonus Plus rund 950.000 Familien und etwa 1,6 Millionen Kinder im Ausmaß von 1,5 Milliarden Euro steuerlich entlastet. Zusätzlich zur Erhöhung des Familienbonus hebt die Bundesregierung auch den Kindermehrbetrag um 200 Euro auf 450 Euro pro Kind an.

„Wichtiger Schritt bei Entlastung“
Mit dem höheren Familienbonus und dem Kindermehrbetrag werde eine Entlastung von insgesamt 600 Millionen Euro mehr pro Jahr erreicht, von der 1,75 Millionen Kinder profitieren, rechnete Raab vor. „Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass uns hier ein wirklich großer und wichtiger Schritt in der Entlastung der Menschen in Österreich gelungen ist“, so die Ministerin.

Köppl-Turyna wies darauf hin, dass die Steuerreform auch insgesamt eine Entlastung der Arbeitnehmer und Unternehmen bringe. „Wir erwarten, dass diese mit einem Zuwachs an Beschäftigung und einem Anstieg der Wirtschaftsaktivität verbunden sein wird“, sagte sie.

Vorwurf der verhinderten Kinderbetreuung erneut zurückgewiesen
Die Familienministerin wies neuerlich den Vorwurf zurück, dass ÖVP-Chef Sebastian Kurz als Außenminister im Jahr 2016 versucht habe, den Ausbau der Nachmittagsbetreuung zu verhindern, um dem damaligen Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) den Erfolg zu vermasseln. „Dieser Vorwurf ist absolut haltlos und nicht durch Fakten belegbar. Es werden hier absichtlich verschiedene Aspekte miteinander vermischt und gezielt Unwahrheiten verbreitet“, so Raab.

In der Debatte sei es damals nicht um den Ausbau von Betreuungsplätzen gegangen, sondern um die Nachmittagsbetreuung an Schulen. „Die SPÖ wollte die Ganztagsschule einführen und wir waren dagegen.“ Insgesamt seien seit 2017 sogar 1,6 Milliarden Euro für die Tagesbetreuung bereitgestellt worden.

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