Deutliche Besserung

Bei Testkäufen ist Mathematik größte Hürde

„Nur noch“ in 23,5 Prozent der getesteten oö. Betriebe wurde im Vorjahr bei Kontrollen Schnaps oder Tabak an Jugendliche ausgegeben. Kurios: Bei 44,4% dieser Verkäufe war sogar der Ausweis kontrolliert worden. Laut Institut Suchtprävention liegt das auch an mangelhaften Rechenkünsten der Angestellten an der Kassa.
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Seit 2014 führt das Institut Suchtprävention im Auftrag des Landes Testkäufe durch. „Die Überprüfung der Abgabepraxis durch jugendliche Testkäufer hat sich als sehr wirksame Maßnahme des Jugendschutzes und der Prävention erwiesen“, bilanziert Kinderschutz-Landesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ).

1179 Testkäufe
2021 wurden 1179 Testkäufe durchgeführt – davon 724 im Lebensmitteleinzelhandel, 199 in Tankstellenshops, 44 in der Gastronomie sowie 212 in Tabakfachgeschäften. In 902 der getesteten Betriebe (76,5%) wurden die Jugendschutzbestimmungen eingehalten und kein Schnaps oder keine Tabakwaren an Minderjährige abgegeben.

23,5 Prozent klappte es nicht
In 277 Betrieben (23,5%) war dies aber nicht der Fall. Allerdings war die Abgabequote im Vergleich zum Vorjahr um 5,1% gesunken.

Oft ist es gar keine böse Absicht
Kurios: Oft ist es gar keine böse Absicht, wenn Jugendliche unerlaubt Schnaps oder Tabak kaufen können, sagt Dietmar Krenmayr, Projektleiter der Testkäufe beim Institut Suchtprävention: „Bei 44,4% aller Abgaben ist vom Personal der Ausweis kontrolliert und dennoch Alkohol oder Tabak verkauft worden. Einer der Grunde dafür könnte sein, dass in konkreten Verkaufssituationen das Alter ohne geeignete technische Hilfsmittel in einigen Fällen schlicht nicht korrekt errechnet wird.“ Taschenrechner könnten hier Abhilfe schaffen.

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Sonntag, 22. Mai 2022
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