08.05.2022 13:00 |

Lenker flüchtete

Horror-Unfall: „Wer hat unserem Sohn das angetan?“

Vor neun Monaten wurde der Steirer Daniel Riepl (25) von einem Auto angefahren und 200 Meter mitgeschleift. Er überlebte den furchtbaren Unfall mit schwersten Verletzungen - der Lenker flüchtete, ohne zu helfen! Von ihm fehlt weiter jede Spur. Die „Krone“ hat den jungen Mann und seine Eltern besucht. Sie geben die Hoffnung nicht auf: „Irgendjemand muss doch etwas mitbekommen haben!“

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In der Nacht auf den 14. August 2021 sollte sich Daniel Riepls Leben für immer verändern. Der 25-Jährige wurde in Mühlen am Zirbitzkogel (Steiermark) von einem Auto angefahren, 200 Meter mitgeschleift und blutüberströmt, mit lebensgefährlichen Verletzungen am Straßenrand liegen gelassen. Der Unfalllenker fuhr davon - ohne Erste Hilfe zu leisten, ohne die Rettung zu rufen. Zwei zufällig vorbeikommende Urlauber fanden den Schwerstverletzten. Die Polizei sucht seither fieberhaft nach dem Fahrerflüchtigen.

„Mir geht es jetzt eigentlich wieder ganz gut“
Knapp neun Monate nach dem Horror-Unfall besuchte nun die „Krone“ den jungen Mann in seinem Elternhaus in Neumarkt (Bezirk Murau). Daniel ist inzwischen wieder auf den Beinen, einzig seine rechte Schulter kann er nur eingeschränkt bewegen - und die Narben im Gesicht lassen erahnen, was er durchgemacht hat.

„Für das, was passiert ist, geht’s mir jetzt eigentlich wieder ganz gut“, gibt sich Daniel optimistisch. Angesichts des Martyriums, das der Elektriker durchleiden musste, grenzt es an ein Wunder, dass er heute wieder mit seinen Eltern an einem Tisch sitzen kann.

Quälende Fragen für Familie
Die Familie spricht gefasst über den schrecklichen Unfall und Daniels harten Kampf zurück ins Leben. Doch die Frage, wer ihren Sohn beinahe totgefahren und eiskalt liegen gelassen hat, quält die Eltern.

Daniel hat keinerlei Erinnerung an den Unfall. „Nach der Geburtstagsfeier einer Freundin sind wir noch zu einem Gasthaus in Mühlen gefahren. Von dort weg weiß ich nichts mehr.“ Laut Ermittlungen der Polizei verließ Daniel die Gruppe, um auf die Toilette zu gehen - kehrte aber nicht mehr zurück. Was dann genau passiert ist, ist ein Rätsel.

Nach 100 Tagen das Spital verlassen
Nach dem Unfall kämpften Ärzte im Klinikum Klagenfurt um Daniels Leben. Seine rechte Körperhälfte war großflächig verwundet, die Haut im Gesicht und am Arm bis auf die Knochen zerstört. Daniel lag dreieinhalb Wochen in künstlichem Tiefschlaf und wurde mehrfach operiert. Nach 100 Tagen konnte er das Krankenhaus verlassen. „Als Nächstes kommt jetzt eine plastische Gesichts-OP. Dann geht’s wieder zur Reha“, erklärt Daniel die nächsten Schritte.

Er und seine Eltern hoffen, dass sich der Lenker doch noch meldet oder neue Hinweise eingehen: „Irgendjemand muss doch etwas mitgekriegt haben.“

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