27.04.2022 13:00 |

Windpark-Investment

Seilbahner haben die hohen Energiepreise satt

Gerade einmal neigt sich die Saison zu Ende. Schon ziehen die Seilbahner Resümee und orten neue Schwierigkeiten: Vor allem auch die stark steigenden Energiekosten bescheren Sorgenfalten, ab 2024 könnte sich der Strompreis vervierfachen. „Das hält keiner aus“, sagt Salzburgs Chef-Seilbahner Erich Egger.
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Nach der Saison ist vor der Saison. Das gilt bekanntlich auch für die Salzburger Seilbahner: Am 1. Mai geht der dritte Corona-Winter zu Ende. Im Schnitt verzeichneten die Liftbetreiber um bis zu 20 Prozent weniger Ersteintritte als noch in der Vor-Corona-Saison.

Nun lassen auch die stark steigenden Energiepreise die Branche ordentlich grübeln: Ab 2024 steht eine Vervierfachung der Energiepreise ins Haus. „Das hält keiner aus“, sagt Branchensprecher Erich Egger.

Er fordert günstige Energie für die Tourismusinfrastruktur – denn 2023 läuft die Preisvereinbarung der Fachgruppe Seilbahnen mit der Salzburg AG aus. Es brauche „ein bisschen Patriotismus“. Skifahren müsse leistbar bleiben. Plus: Man wolle unabhängiger werden. „Es ist überlegenswert für die Branche, ob wir uns an einem Windpark beteiligen. Dort, wo sie sich schnell und intensiv drehen“, berichtet Egger.

Kaprun ist da weiter: Gletscherbahnen-Vorstand Norbert Karlsböck lässt im Sommer das eigene Pumpturbinenkraftwerk um eine weitere Turbine ausbauen – auf einem Mittelstations-Dach werden Fotovoltaik-Paneele montiert. Zehn Prozent des Stroms produziere man bereits selbst. „Ziel ist es, über die Jahre 15 bis 20 Prozent der Energie selbst zu erzeugen“, berichtet Karlsböck.

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