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Kein Handschlag, keine Bilder, keine Freundschaft

Natürlich konnte man von dem Gespräch in Putins Vorstadtresidenz keine Wunder erwarten. Und leider auch nicht zumindest ein gemeinsames Bild vom Kanzler und dem russischen Kriegstreiber für die Nachwelt. Da können viele Russlandexperten in heimischen Nachrichtenformaten über die Macht der Bilder räsonieren - und wem sie nutzen. Nur - sie gab es einfach nicht. Daher ist die präventive Kanzler-Schelte im Nachhinein auch zu hinterfragen. „Aber wie vieler Gespräche und Verhandlungsrunden es auch noch bedürfen möge -jedes Gespräch ist ein Schritt in die richtige Richtung“, analysiert Außenpolitik-Redakteur Christian Hauenstein. Die politischen Realitäten haben gezeigt, dass dieser Weg nur über eine Neutralität für die Ukraine führen kann. Putin wird nichts anderes akzeptieren. Verbunden mit entsprechenden Sicherheitsgarantien für Kiew. Was Fragen der Neutralität und die Verhandlungen darüber mit Moskau betrifft, hat Österreich viel - auch historische - Erfahrung. „Warum sollte Karl Nehammer also nicht versuchen, zwischen Zelenskij und Putin zu vermitteln“, fragt Hauenstein.

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Verändert hat sich allerdings durch die Kanzler-Reise die Situation Österreichs, das nun mitten in dem Konflikt gelandet ist. Das wäre vermeidbar gewesen, meint Claus Pandi. Es ist zwar richtig, dass es Gespräche zwischen Moskau und der EU geben soll. Das kann aber nur funktionieren,wenn das innerhalb der Regierung, in Absprache mit dem Bundespräsidenten und mit denEntscheidungsträgern in Brüssel präzise vorbereitet wird. Das war die Aktion nach bisher vorliegenden Informationen nicht. Feingefühl von Bundespräsident Alexander van der Bellen sei nun gefragt, um die Situation wieder zu beruhigen.

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