Europacamp Weissenbach

Attersee: Campingplatz wird Notquartier für Syrer

Nachbarn und Anrainer wurden kurzfristig über die Homepage der Gemeinde Steinbach am Attersee in Oberösterreich informiert: Am Dienstag sollen 50 Geflüchtete aus Syrien ins Europacamp in Weißenbach einziehen.

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Am Montag um 8 Uhr früh wurde der Plan offiziell gemacht. Die Betreiber des Europacamps in Weißenbach am Attersee schreiben: „Wie Sie mitbekommen haben, werden aktuell wieder vermehrt Flüchtlingsunterkünfte in ganz Österreich gesucht. Als Europacamp war es für uns klar, dass wir in der aktuellen Situation helfen wollen, deshalb haben wir uns beim Land Oberösterreich bereit erklärt, temporär Geflüchtete aufzunehmen.“

Flüchtlinge bis 25. Mai untergebracht
Vorerst ist geplant, dass 50 Menschen aus Syrien in die Jugendherberge des Campingplatzes unterhalb des Höllengebirges einziehen, wobei die Zahl der Bewohner noch steigen könnte. Die Camp-Leitung schreibt: „Im Laufe der nächsten zwei Wochen könnten dann nochmals welche dazu stoßen, bis unsere Jugendherberge mit einer Kapazität von 68 Betten voll ist.“ Geschlossen werden soll die Notunterkunft am 25. Mai - also rechtzeitig vor Beginn der Saison am Attersee.

„Sind auf ehrenamtliche Ressourcen angewiesen“
Die Camp-Betreiber, also die Sozialistische Jugend (SJ), wollen die Geflüchteten „natürlich so gut wie möglich in ihrer Situation unterstützen“, heißt es: „Dafür sind wir auf ehrenamtliche Ressourcen angewiesen, die wir natürlich zu einem guten Teil selbst aufbringen. Trotzdem würden wir uns aber sehr über weiter Unterstützung freuen.“ Konkret gehe es dabei um Aktivitäten mit den Geflüchteten, um Dinge wie Deutschkurse, Fahrtdienste für Behördengänge oder auch Sachspenden, bitten die Verantwortlichen um Unterstützung.

Camp war auch 2014 und 2015 Zufluchtsort
Schon während der großen Flüchtlingswelle in Europa in den Jahren 2014 und 2015 waren am Südufer des Attersees Flüchtlinge untergebracht. Konkret jungen Leute im Alter zwischen 16 und 18 Jahren. Damals gab es große Aufregung, weil die Gemeindeverantwortlichen viel zu spät und nur durch ein Posting via Facebook informiert wurden. 

Robert Loy
Robert Loy
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