02.04.2022 06:00 |

„Krone“-Kommentar

Sterben für Putin

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Es ist unklar, wie viele russische Soldaten in Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine bereits gefallen sind. Und so weiß man natürlich auch nicht, wer diese jungen Männer waren, wo sie herkamen.

Der russischsprachige Dienst der britischen BBC hat jetzt versucht, dazu Informationen zu sammeln und auch auszuwerten, aus welchen Regionen Russlands die Gefallenen stammen. Und dabei stellte sich heraus, dass viele der Umgekommenen aus den teils verarmten Randgebieten des riesigen Landes kommen - etwa aus dem moslemischen Kaukasus oder dem mongolischsprachigen Ostsibirien.

Ähnliches geht aus Listen aus Lazaretten hervor, die der Journalist Kamil Galejew laut einem Bericht der „Neuen Zürcher Zeitung“ ausgewertet hat. Es dürften also in erster Linie keine ethnischen Russen sein, die für Putin in der Ukraine sterben, sondern Angehörige von Minderheiten.

Das ist insofern nicht verwunderlich, als es auf russischer Seite vor allem Zeitsoldaten sind, die in der Ukraine kämpfen. Und diese zeitliche Verpflichtung zum Militär ist - weil nicht schlecht bezahlt - vor allem für die ärmeren Schichten interessant. Und so sagte Putin jüngst, dass er zwar Russe sei, beim Blick auf die Soldaten im Feld sich aber auch als Tschetschene oder Tatare fühle.

PS: Zu den Todesopfern unter den Soldaten auf ukrainischer Seite gibt es überhaupt keine Daten. Ein US-Analyst dazu: „Wir haben keine Ahnung ... “

Christian Hauenstein
Christian Hauenstein
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