Aus, Schluss, vorbei. Aber die Caps verabschieden sich mit erhobenen Häuptern aus einer schwierigen Eishockey-Saison, welcher ein Totalumbruch vorausgegangen war. Headcoach Cameron und unzählige Stützen weg, daher Neuanfang unter Trainer Barr und mit jungen Eigenbauspielern.
Klar, dass die Vorbereitung durchwachsen lief, zudem erschwerten Verletzungen (Kapitän Fischer, Wall, Dodero) und Absprünge (Pu, Lalonde) den Saisonstart. Sechs Pleiten in acht Runden, Tabellenkeller, harte Zeiten für die behördlich lange ausgesperrten Fans.
Doch die Caps „fingen“ sich, bekamen mit Sheppard noch neuen Schwung, vor allem Meyer sollte als Topscorer (53) glänzen. Die tragischen Todesfälle in Bratislava gefolgt vom Liga-Ausstieg der Slowaken machten die sportliche Situation für keinen leichter, die Umstellung auf Punkteschnitt dafür für alle unübersichtlicher. Ob „fit to play“ oder nicht, irgendwie wurschtelte man weiter - die Caps sich am Ende sogar bis auf Rang 4 des Grunddurchgangs!
Dass ein Corona-Cluster in Wien dann mitten im Play-off entstand, war großes Pech, das Viertelfinal-4:3 über den KAC dafür ein noch größeres Aufstiegswunder! Die Rumpftruppe verlangte sich alles ab, bleibt beherzt kämpfend in Erinnerung, auch wenn sie letztlich Titel-Topfavorit Salzburg in Summe zu wenig entgegen setzen konnte. Kein Beinbruch. Die fünfte Halbfinal-Teilnahme in Serie ist mehr, als die meisten vor der Saison erwartet hätten - und das verdient Bewunderung!
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