GUTEN MORGEN

Leid lindern | Genug Blabla

Es sind schreckliche Bilder, die wir Tag für Tag aus der Ukraine bekommen. Agenturen liefern Fotos von Zerstörung, von unermesslichem Leid, von schwer Verletzten, oft auch von Toten. Die Bilder zu sichten und jene auszusuchen, die in der „Krone“ schließlich veröffentlicht werden - das ist selbst für hartgesottene Journalisten nicht leicht. Was aber dürfen und können wir unseren Lesern zumuten? Ethik-Experte Georg Schildhammer sagt im Interview in unserer Sonntags-Ausgabe, auch Fotos von Toten könne man bringen, es sei zumutbar. Wir ersparen sie unseren Lesern in aller Regel dennoch: Denn wir wissen, welche Verantwortung wir als Familienzeitung, durch die auch Kinder gerne blättern, tragen. Wie man mit den Eindrücken aus diesem schrecklichen Krieg umgeht - damit beschäftigen wir uns in der heutigen „Kronen Zeitung“ mehrfach. So erklärt etwa Hirnforscher Marcus Täuber, wie man wenigstens seinen Schlaf retten kann und wie man grundsätzlich mit schrecklichen Bildern umgehen sollte. Er weiß, dass man seine Reaktionen auf solche Bilder beeinflussen kann. Aber das allerbeste Mittel im Umgang mit den traumatisierenden Nachrichten kennt man: Selbst aktiv werden! Das machen viele Österreicher, indem sie etwas für die kriegsgebeutelten Ukrainer tun. Manche nehmen sogar Vertriebene auf, viele spenden. Etwa für die hungernden und frierenden Kinder, denen sich die Caritas im Rahmen der Hilfsaktion mit der „Krone“ annimmt. Machen Sie mit, lindern wir das Leid dieser unschuldigen Opfer eines furchtbaren Krieges!

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Genug Blabla. Die Gas- und Ölkrise als Folge des Ukraine-Krieges beschäftigt nicht zuletzt aufgrund der stark gestiegenen Heiz-, Strom- und Treibstoffkosten alle - Ex-Minister Rudolf Anschober widmet sich heute in seiner „Krone“-Kolumne auch diesem Thema. Er merkt an, „wir wurden abhängig gemacht vom Import von Öl, Kohle und Gas. Obwohl wir damit die Zukunft unserer Kinder verheizen, obwohl die Preise explodieren, wenn wir fremdbestimmt sind, obwohl wir alleine aus Österreich jedes Jahr zehn Milliarden Euro für Energieimporte überweisen, anstatt saubere Energie selbst zu erzeugen und damit Jobs zu schaffen.“ Aus dieser Abhängigkeit, die gleichzeitig dem Klima so sehr zusetzt, herauszukommen - ja, das ginge, meint der Ex-Politiker und Umweltschützer. Es müsse aber Schluss sein mit der Verhinderung von Windparks, auf jedes Dach müssten Solaranlagen kommen. „Schluss mit Blabla, der Umbau als nationaler Kraftakt. Wann denn sonst, wenn nicht jetzt?“ meint der Umweltschützer. Ja, Blabla haben wir wirklich genug gehört.

Einen schönen Sonntag!

Klaus Herrmann
Klaus Herrmann

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