12.03.2022 10:00 |

Preuner will ein Zelt

Stadt und Land noch planlos bei der Quartiersuche

Während die ersten Geflüchteten ihre vorübergehende Bleibe im Salzburger Messezentrum bezogen haben, macht sich die Politik Gedanken, wo man noch Platz für Geflüchtete schaffen könnte. Bürgermeister Preuner ist gegen die Nutzung von Messezentrum und Flughafen. Stattdessen will der Stadtchef „ein großes Zelt“ aufbauen.
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Stadt und Land sind immer noch fieberhaft auf der Suche nach Quartieren für Ukraine-Flüchtlinge. Den Plänen für Flüchtlingsunterkünfte von Soziallandesrat Heinrich Schellhorn (Grüne) erteilt Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) eine Absage. „Der Flughafen braucht den Terminal 2 selbst“, sagt Preuner. Bis zum Ende der Wintersaison ist das Gebäude mit der Flugabfertigung ausgelastet, dann wird er als Ausweichquartier für den Umbau der Sicherheitszone im Terminal 1 benötigt. „Auch die Messe geht nicht, da wir dort bereits wieder viele Veranstaltungen haben“, erklärt der Stadtchef.

Preuner sieht daher nur eine Möglichkeit für ein kurzfristiges Übergangsquartier für Ukraine-Flüchtlinge auf der Durchreise. „Es wird so sein, dass wir ein großes Zelt aufbauen müssen“, sagt er. Am besten wäre so ein Zelt in der Nähe des Ankunftszentrums bei der Messe aufgehoben, glaubt der Bürgermeister. Dort sollen Flüchtlinge, die auf der Durchreise sind, und jene, die bleiben wollen, bis zum Organisieren einer längerfristigen Unterkunft für einige Tage bleiben können.

Ob es tatsächlich ein Zelt wird, ist noch offen. Das Land sucht nämlich ebenfalls noch nach Übergangsquartieren. Auch nach dauerhaften Quartieren ist die Stadt derzeit auf der Suche. Ein leicht zu adaptierendes Haus der GSWB ist bereits im Gespräch, vereinzelt gebe es auch in Seniorenwohnheimen Plätze.

Messe-Quartier öffnete seine Pforten
Unterdessen bezogen am Freitagnachmittag die ersten Flüchtlinge das Erstaufnahmezentrum im Salzburger Messezentrum. Bis zu 280 Menschen finden dort in der Halle 4 ab sofort eine vorübergehende Bleibe. Im Messezentrum stehen rund um die Uhr Verpflegung, Sanitäreinrichtungen und Informationen bereit. Zudem ist die medizinische und psychosoziale Versorgung sichergestellt.

Zielgruppe sind jene Flüchtlinge, die auf die Zuteilung eines fixen Quartiers warten oder solche, die vor der Weiterreise etwas Erholung und Ruhe brauchen.

Zeitgleich eröffnete am Hauptbahnhof ein Informationszentrum der Caritas, das Geflüchtete zu ihren ersten Schritten in Salzburg berät.

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