Hotel für Flüchtlinge

Gemeinde hätte lieber Ukrainer statt Syrer

Dass das Landhotel Eckhard in St. Ulrich bei Steyr nach dem Verkauf eine Flüchtlingsunterkunft wird, ist fix. Geplant ist, dass 80 Asylwerber aus Syrien das Quartier beziehen. Doch Gemeinde und Anrainer haben jetzt beim Land deponiert, dass sie lieber Ukrainern helfen würden.

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„Nachdem das Landhotel Eckhard nun ein Haus für Flüchtlinge werden soll, glaube ich, dass es im Sinne von vielen Steyrerinnen und Steyrern wäre, dieses Haus für ukrainische Frauen und ihre Kinder zur Verfügung zu stellen" - dieser Facebook-Beitrag einer Anrainerin sorgte für reichlich Zustimmung im Netz. Denn seit bekannt wurde, dass das Hotel in St. Ulrich bei Steyr an einen Investor verkauft wurde und schon Ende März ein Quartier für 80 syrische Asylwerber werden soll, gehen in der Gemeinde die Wogen hoch. Es geht sogar so weit, dass der ehemalige Hotelbesitzer und die Ortschefin Annemarie Wolfsjäger Drohbriefe bekommen. Doch seit dem Kriegsausbruch in der Ukraine erreichen die Bürgermeisterin ganz andere Nachrichten: „Unsere Bevölkerung verwendet derzeit sehr viel Energie dafür, dass in das Hotel ukrainische Familien kommen sollen.“

„Geht um Menschen“
Wolfsjäger wandte sich mit diesem Wunsch an die zuständige Sozialabteilung beim Land: „Ich habe deponiert, dass wir gerne Ukrainern helfen würden. Ich entscheide ja nicht, wer dort untergebracht wird. Letzten Endes darf man aber nicht vergessen, dass es bei dieser Sache um Menschen geht.“

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Wir bereiten derzeit 1000 Notschlafstellen vor. Von dort aus soll die Verteilung auf Quartiere erfolgen. Der Bedarf ist aber unklar.

Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP), Soziallandesrat

Lage derzeit noch unklar
Laut Soziallandesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (VP) könne man aufgrund der unsicheren Lage nicht sagen, wie der Bedarf Ende März, wenn das Quartier „in Betrieb“ geht, aussehen werde: „Flüchtlingsquartiere wie dieses sind mögliche Unterkünfte für Familien aus der Ukraine und werden von uns für diesen Bedarf vorgehalten.“

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