01.03.2022 11:11 |

Große Sorge

Krieg droht Arbeitsmarkt-Aufschwung zu stoppen

Die Arbeitslosigkeit sinkt in der Steiermark weiter stark, es gibt fast 18.000 beim AMS registrierte offene Stellen - und doch ziehen dunkle Wolken am Arbeitsmarkt auf. Denn der Krieg in der Ukraine könnten heftige Auswirkungen haben.

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„Die grundsätzlich erfreuliche Situation am steirischen Arbeitsmarkt ist eine Momentaufnahme - wir können derzeit noch nicht einschätzen, wie sich der schreckliche Krieg in der Ukraine, in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, auf längere Sicht wirtschaftlich auswirken wird“, betont der steirische AMS-Landesgeschäftsführer Karl-Heinz Snobe. Wirtschaftsexperten wie Wifo-Chef Gabriel Felbermayr befürchten ja sogar schon eine Rezession.

Vor dieser Kulisse verblassen die in vielen Punkten strahlenden steirischen Arbeitsmarktdaten. Mit Stand Ende Februar 2022 waren 36.207 Personen beim AMS Steiermark als arbeitslos gemeldet (-28,3 Prozent im Vorjahresvergleich), einschließlich der 8235 Teilnehmer an Schulungen sind damit derzeit 44.442 Steirer ohne Job (-24,2 Prozent). 

Händeringende Suche nach geeignetem Personal
Die Zahl der beim AMS gemeldeten offenen Stellen bleibt weiterhin auf sehr hohem Niveau, aktuell sind es 17.800. De facto sind es noch deutlich mehr, bei Weitem nicht alle Unternehmen, die Personal suchen, wenden sich an das Arbeitsmarktservice.

„Ein wichtiger Ansatz, um dem Engpass an Fachkräften entgegenzutreten, sind arbeitsplatznahe Ausbildungen in enger Abstimmung mit den Unternehmen“, erklärt Snobe. Sprich: Arbeitssuchende werden gezielt am künftigen Arbeitsplatz geschult. Snobe: „In den nächsten Wochen und Monaten wollen wir mit einer neuen Kampagne anhand erfolgreicher Beispiele aufzeigen, wie Betriebe von arbeitsplatznahen Ausbildungen profitieren können.“

Unterstützung für Langzeitarbeitslose
Weiterhin viel Kopfzerbrechen bereiten die Langzeitarbeitslosen: 10.481 Menschen in der Steiermark sind bereits mehr als ein Jahr ohne Beschäftigung. Die Regierung hat im Vorjahr das Programm „Sprungbrett“ gestartet, bei der Rückkehr ins Arbeitsleben gibt es Eingliederungshilfen an Unternehmen. Rund 2500 Personen sind in der Steiermark bisher in dieses Programm eingestiegen, bis Jahresende sollen es doppelt so viele sein.

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